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Bildnis des Kardinal Leopoldo de' Medici

Ident. Nr.: 2163

ObjID: obj:867541

Details (Expert)

Beteiligte
Giovanni Battista Foggini (25.4.1652 - 12.4.1725),
Bildhauer*in
Großherzog, 3) Cosimo (Toskana (1639.12.20),
Auftraggeber*in
Datierung
Datierung: um 1697
Systematik/Art
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 38,5 x 17,5 x 14,8 cm
Gewicht: 5,4 kg

Objektbeschreibung

Die bildhauerischen Fähigkeiten von Foggini, der seit 1687 Hofbildhauer der Medici war, zeigen sich in besonderer Weise in den kleinformatigen Werken: zahlreichen Kleinbronzen und den Modellen aus Ton. 1697, mehr als zwanzig Jahre nach dem Tod von Kardinal Leopoldo de’ Medici, erhielt Foggini von Großherzog Cosimo III. den Auftrag, für dessen Onkel, einen großen Förderer der Künste und Wissenschaften, eine Ehrenstatue aus Marmor zu schaffen. Aufstellung fand das ausgeführte Werk inmitten der von Kardinal Leopoldo gegründeten Sammlung der Künstlerbildnisse im ›Corridoio Vasariano‹ der Uffizien in Florenz, wo es sich auch noch heute befindet. Gegenüber dem konventionell erscheinenden Bildwerk aus Marmor ist der Berliner Entwurf von spontaner, lebendiger Modellierung gekennzeichnet. Auch variiert Foggini am Marmor, der Leopoldo vorrangig als kirchlichen Würdenträger mit seinem Birett und dem nun zusammengerollten Plan wiedergibt.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.