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Prinz Henryk Lubomirski als Genius des Ruhmes

Ident. Nr.: 74.4

ObjID: obj:868746

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Elisabeth Vigée-Lebrun (1755 - 1842),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1787/88
Systematik/Art
Weitere Titel
Prinz Henryk Lubomirski als Genius des Ruhmes
Übersetzung: Prince Henryk Lubomirski as a Genius of Fame
Prinz Heinrich Lubomirski als Genius des Ruhmes
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Paris,
Stadt
Material / Technik
Eichenholz
Abmessungen
Bildmaß: 106,7 x 83,1 cm
Erwerbung
1974 Ankauf aus der Galerie Heim, Paris

Objektbeschreibung

Im Herbst 1785 verließ die Fürstin Isabella Lubomirska ihre polnische Heimat für eine sechsjährige Reise durch Europa, weil ihre oppositionelle Einstellung gegenüber König Stanislaw August Poniatowski zu deutlich geworden war. Im November 1786 traf sie in Paris ein, wo sie bis zum Ausbruch der Revolution im Palais Royal residierte und ihr Salon zu einem gesuchten Treffpunkt der Gesellschaft wurde. Zu ihrem Gefolge gehörte auch der junge Prinz Henryk Lubomirski (1777–1850) aus einer Nebenlinie der Familie in Kiew. Die außergewöhnliche Schönheit des Kindes und der kindlich-seelenvolle Ausdruck seines Gesichts erregten überall Bewunderung und Aufsehen. So war es nicht verwunderlich, dass die reiche Fürstin, die selbst eine bedeutende Mäzenatin und Kunstsammlerin war, in Rom, Paris und London immer wieder Porträts des geliebten Kindes anfertigen ließ. Das wichtigste entstand wohl 1787 in Paris, als die Fürstin die Hofmalerin der Königin Marie Antoinette beauftragte, gegen das unerhört hohe Honorar von 12 000 Franken ein Bildnis des Knaben zu malen, das Aufsehen erregen und daher in der neuesten Mode, »à la grecque«, gehalten sein sollte. In der Ausgabe vom 24. Januar 1788 des Journal de Paris (Nr. 24, S. 109) würdigte ein "M. Bordeaux" das Gemälde mit einem Gedicht.
Kindliche »Unschuld und Einfalt« spiegeln sich nach Lavater in dem ebenmäßigen Gesicht wider. Der Knabe hält demonstrativ ein Myrten-Lorbeergewinde als Symbol triumphierender Unschuld in die Höhe. Mit äußerstem Raffinement verbinden sich die subtilen Farbnuancen mit dem gefühlvollen Ausdruck der idealisierten, kindlich frühreifen Gesichtszüge zu einem meisterhaften Beispiel der Bildniskunst des sentimentalen Neoklassizismus. Nicht nur die Attribute weisen auf die Antike, sondern mehr noch eine antike Skulptur, die als unmittelbares Vorbild diente: die Kauernde Venus. Diese hellenistische Skulptur des Bildhauers Doidales aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. war in den Antikensammlungen sowohl durch römische Kopien vielfach vertreten als auch durch Gemmen und Pasten und war vor allem als nachempfundene Kleinplastik allgemein verbreitet und bekannt. Das Bildnis Henryk Lubomirskis bezieht sich ganz unmittelbar auf diese Skulptur. Trotz aller malerisch-farbigen Reize und trotz des sentimentalen Ausdrucks des Modells ist gerade die plastische Qualität des antiken Vorbilds deutlich übernommen. Die Betonung der Hauptansicht, der fast feminine Körperbau des knienden Amor-Prinzen und das typische Bewegungsmotiv bei zugleich geschlossener Umrisskontur belegen quasi dieses genaue Antikenzitat. Die Nacktheit gehörte in den Augen der strengen Klassizisten selbstverständlich als Attribut zum idealen Stil – selbst Napoleon wurde, wenn auch nicht ganz mit seiner Billigung – von Canova in einer überlebensgroßen Statue als nackter römischer Imperator verherrlicht!
Bedenkt man, wie sehr die Fürstin Lubomirska Winckelmann verehrte und zugleich für Lavater und Rousseau schwärmte, so wird die besondere Bedeutung dieses Kinderbildnisses offenkundig. Alle allegorischen Porträts des jungen Prinzen als Amor, Bacchus, Amphion, Serafim oder Genius des Ruhms, die die Fürstin während ihrer Europareise anfertigen ließ, zeugen daher sowohl von ihrer Zuneigung zu dem Kind als auch von ihrer Überzeugung, in seiner kindlichen Schönheit den Abglanz einer höheren, idealen Natur zu erblicken, den nur die Kunst festhalten könne. Henning Bock | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019 (2022 aktualisiert von Sarah Salomon)
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In autumn of 1785, Princess Isabella Lubomirska left her Polish homeland for a six-year journey through Europe – her oppositional stance towards King Stanislaw August Poniatowski had become too obvious. In November of 1786, she arrived in Paris, where she resided until the outbreak of the revolution at the Palais Royal, where her salon was a much-favoured rendezvous point for society. Among her followers was the young Prince Henryk Lubomirski (1777–1850), who belonged to the Kiev offshoot of the family line. The boy’s extraordinary beauty and the childlike and soulful expressiveness of his face, excited universal admiration and delight. It hardly seems surprising, then, that the wealthy princess – herself a prominent patroness and art collector – had portraits of the adored child painted again and again in Rome, Paris, and London. The most important of these was executed in Paris probably in 1787 when the Princess commissioned the court painter of Queen Marie Antoinette to paint the child’s portrait for the unheard fee of 12,000 francs, intended to cause a sensation, and hence to be executed in the latest fashion à la grecque. In the January 24, 1788 issue of the Journal de Paris (no. 24, p. 109), a “M. Bordeaux” paid tribute to the painting with a poem.
According to Lavater, childish “innocence and naïveté” are mirrored in the well-proportioned face. Demonstrably, the boy holds aloft a myrtle and laurel wreath, symbol of triumphant innocence. With extraordinary refinement, subtle colouristic nuances are united with the lyrical expression of idealised, precocious facial features to produce a masterful example of the visual art of sentimental Neoclassicism. Not only the attributes refer to antiquity, but also the ancient sculpture which served the artist as an immediate model: the Crouching Venus. This Hellenistic sculpture from the third century BCE, the work of the artist Doidales, was well-represented in collections of antiquities, including many Roman copies, as well as through cameos and paste, and was widely disseminated in particular through copies in statuette form. The portrait of Henryk Lubomirski refers directly to the sculpture. Despite the painterly and colouristic charm, and despite the sentimental expression of the portrayed individual, the sculptural qualities of the ancient model are insistently present. The emphasis of the main view, the almost feminine physique, the kneeling pose of the Amor-prince, and the typical motif of movement, in combination with the closed contour line, tend to identify the work as a precise citation from antiquity. From the perspective of strict Neoclassicism, nudity was regarded as an attribute of the ideal style. Even Napoleon was immortalised (albeit not with his explicit approval) by Canova in an over-life-sized statue as a naked Roman emperor!
When we recall the degree to which Princess Lubomirska revered Winckelmann, and at the same time her enthusiasm for Lavater and Rousseau, then the special significance of this child’s portrait becomes evident. All of the allegorical portraits of young prince – as Amor, Bacchus, Amphion, Serafim, and the Genius of Fame – commissioned by the Princess during her European trip testify both to her fondness for the child, as well as her conviction that his childlike beauty allows us to glimpse the distant echo of a higher, ideal nature that can be captured only by art. Henning Bock | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019 (2022 updatet by Sarah Salomon)

Letzte Aktualisierung: 22.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Obschon das Damenporträt, dessen Gegenstück mit dem Bildnis eines Herrn der Louvre in Paris bewahrt, bislang nicht identifiziert werden konnte, kommen Zweifel über die Standeszugehörigkeit der Dargestellten nicht auf. Das gewählte Festtagskostüm, der kostbare Orientteppich auf dem Tisch, das Inkrustationswerk der Bodenfliesen, auch die profilierte Rahmung der Tür, die allen Anforderungen klassizistischer Innenarchitektur genügt, sind unmißverständliche Indizien von Wohlstand und gehobener Gesellschaftssphäre. Entscheidend wird der ständische Anspruch jedoch von der Dargestellten selbst vertreten. Aus vornehm-aufrechter Sitzpose blickt sie dem Betrachter entgegen: mit einem Zug kaum merklicher Verwunderung über die Störung, aber dennoch zu zwanglosem Kontakt bereit. Dem behutsam nuancierten Ausdruck entspricht die detailbedachte Malweise in verhalten leuchtender Farbigkeit. Das noble Schwarz des Atlaskleides bildet den Grund, von dem sich die warmen Inkarnattöne des Gesichts und der Hände wohlklingend abheben, der aber auch das modische Beiwerk wirkungsvoll hervortreten läßt, etwa den weit gespannten Gitterkragen, der mit den kostbaren Spitzenmanschetten harmoniert, oder den kostbaren Miederbesatz aus Goldbrokat, dessen schildartiger Zuschnitt sich im beweglicheren Gold der Ärmelschleifen reizvoll löst. Ringe, allenthalben Perlen, Goldketten und eine Reiherfeder ergänzen die festliche Aufmachung. Mit dem Blick auf das Alter der Dargestellten kann diese nur in ihrem Hochzeitskleid wiedergegeben sein. Das Bildnis dürfte das Ereignis der Heirat memorieren und begründet sich gerade in dieser Aufgabenstellung sinnvoll als Gegenstück zum Pariser Herrenbildnis. Die anspruchsvolle Bildanlage, die über die eigene Wirklichkeit des Modells hinausführt, ist kennzeichnend für die Porträtmalerei in Amsterdam. Mit einer auf repräsentative Wirkung zielenden Auffassung war Thomas de Keyser als Sohn und Schüler Hendrick de Keysers, der als Architekt und Meister höfischer Bildnisplastik hohes Ansehen genoß, von Hause aus vertraut. In diesen Konventionen wäre er vermutlich befangen geblieben, hätte nicht Frans Hals im benachbarten Haarlem bahnbrechende Neuerungen bereitgestellt. Dessen Momentaufnahmen spontaner Lebensäußerung halfen de Keyser, die überkommenen Porträtformeln zu lockern. Aus Haarlemer Anregungen erwuchs auch die Vorliebe für das Schaffen im Kabinettformat. Daß er diese Darstellungsform zu großer Wirkung steigerte, weist auf die Auseinandersetzung mit dem höfischen Bildnisstil Antwerpens. In den Figurenkompositionen Anton van Dycks fand er jene »grandezza« des Auftretens, in der das Spannungsverhältnis zwischen Person und Stand im Sinne einer Synthese gelöst ist. Gerade dieses lebensvolle Ineinsfallen persönlichen und ständischen Geltungsanspruchs hat Thomas de Keyser in seinem Damenbildnis zum vorherrschenden Ausdrucksmerkmal erhoben.| 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010______________________________________________________Although there is no definite information about the identity of the subject, her clothing and surroundings clearly suggest her high social standing. De Keyser, one of the most prominent portrait painters in Amsterdam, combines great care in executing painterly detail with psychological perception of the woman. The influence of Frans Hals is evident here, as is that of Antwerp court portraiture. The companion piece, Portrait of a Man, is now in the Louvre. | Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Oben an der Tür: TDK (verbunden) 1632

Maria mit dem segnenden Kind und den Heiligen Hieronymus und Franziskus

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David mit dem Haupt Goliaths

David mit dem Haupt Goliaths

Gentileschi war sicher der bedeutendste und selbständigste unter den von Caravaggio beeinflußten Malern in Rom. Bis 1600 war sein Stil dem römischen Spät manierismus verhaftet gewesen. Erst in dem Jahrfünft 1600/05 wird Caravaggios Einfluß allmählich spürbar und erreicht in den Jahren 1606 bis 1615 den Höhepunkt. Aus dieser Zeit um 1610 stammt das hier besprochene Bild. Zu dem Einfluß Caravaggios und dem künstlerischen Erbe von Gentileschis toskanischer Herkunft kommt im ersten Jahrzehnt noch der Einfluß des in Rom wirkenden deutschen Malers Adam Elsheimer hinzu. Er schlug sich vor allem in den nicht sehr zahlreichen, auf Kupfer gemalten Bildern in Kabinettformat nieder und in der Betonung landschaftlicher Elemente. Zu diesen Kabinettbildern auf Kupfer gehört auch das hier besprochene Bild, das David, über das abgeschlagene Haupt Goliaths gebeugt, in tiefes Nachsinnen über seine Tat und den Tod versunken, darstellt. Im Gegensatz zu dem bis dahin geläufigen Bildtypus, in dem David das Haupt Goliaths in brutaler Aktion abtrennt, war die hier vorliegende spezifische Ausprägung des Themas eine ikonographische Neuerung. Sie geht auf Caravaggio zurück, auf sein Bild in der Galleria Borghese in Rom. Dort hält David das gerade mit dem Schwert abgetrennte Haupt, aus dem das Leben noch nicht ganz entwichen scheint, dem Betrachter entgegen, mit einem Blick, in dem Abscheu und Trauer gemischt sind. Sein gezielter Blick, der der Armbewegung folgt, ist bei Gentileschi dem Ausdruck der Nachdenklichkeit gewichen. Das Gesicht ist aus der fast reinen Frontalansicht Caravaggios ins reine Profil gewendet. Im Gegensatz zu Caravaggio liebte es Gentileschi, eigenhändige Repliken und Varianten seiner Kompositionen zu malen. So ist die kleine Kupfertafel in Berlin eine Variante des großformatigen Bildes mit lebensgroßer Figur in der Galleria Spada in Rom. Dort ist David nur bis etwas unterhalb der Kniehöhe dargestellt. Der Landschaftsgrund ist völlig anders gestaltet: Die dunkle Kulisse rechts, die als Folie für die Figur dient, besteht nicht aus einer Grotte von schroffem Felsgestein, sondern aus dunklem Waldesdickicht mit zwei aufschimmernden Baumstämmen und dichtem Blattwerk, das sich nach links zum Himmel lichtet. Man hat in Analogie zum Berliner Bild angenommen, daß das Gemälde in Rom unten beschnitten sei. Das ist aber offenbar nicht der Fall. Gentileschi hatte ursprünglich das Bildformat sogar noch enger gefaßt, wie der Aufbau der Leinwand zeigt, die aus einem zentralen Leinwandstück und ringsum angestückten Streifen in anderer Leinwandstruktur besteht. Ursprünglich ruhte der Kopf Goliaths auf dem unteren Bildrand. Der Blick Davids auf das Haupt Goliaths war bei dieser Urfassung auf dem zentralen Leinwandstück noch gegeben, wurde bei Anbringung der Anstückungen bereits ab geschwächt und ging in der Berliner Kupfertafel ganz verloren. Erst hier hat Gentileschi die Gestalt zur stehenden Ganzfigur vervollständigt. Er korrigierte die Haltung der Figur, indem er die Beine näher zusammenrückte und die Figur insgesamt fast unmerklich schlanker machte. Außerdem veränderte er die Perspektive: Der Horizont wurde tiefer herabgezogen. Er gab der Figur nun einen ganz neuen Hintergrund aus jenem schroff-splittrigen, schiefrigen, in kaltem Grau gehaltenen Gestein, wie er es darzustellen liebte. Er veränderte die Position des Goliathhauptes, das nun mit dem Gesicht nach unten flach auf der Felsplatte aufliegt, auf die er seinen Fuß stellt. Davor liegt seine Schleuder, die im römischen Bild fehlt. Erich Schleier | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2019________________________________Among the painters in Rome who were influenced by Caravaggio, Gentileschi was undoubtedly the most important and independent figure. Until 1600, he remained attached to the style of Roman late Mannerism. Only during the years 1600–05 does Caravaggio’s influence become gradually perceptible, reaching its highpoint in the period between 1606 and 1615. The present picture, produced around 1610, dates from this phase. During the first decade of the 17th century, the influence of Caravaggio and the artistic legacy of Gentileschi’s Tuscan heritage is joined by the impact of the German painter Adam Elsheimer, then working in Rome. This stimulus is reflected in the not especially numerous pictures in cabinet format painted on copper, and in the emphasis of landscape elements. Among these cabinet pictures on copper is the present work, the David, who is depicted bending down over the severed head of Goliath, deeply immersed in reflection on his deed, and of death. In contrast to the pictorial type familiar up to this time, which shows David in the act of brutally decapitating Goliath, this version of the theme was iconographically innovative. It can be traced back to Caravaggio’s painting in the Galleria Borghese in Rome. There, David holds the head he has just severed with his sword, from which the life seems not yet to have drained away entirely, toward the viewer, his gaze a mixture of revulsion and sadness. In Gentileschi’s picture, David’s directed gaze, which follows the movement of his arm, has yielded to a pensive expression. The face has been shifted from Caravaggio’s nearly frontal view to a pure profile. In contradistinction to Caravaggio, Gentileschi was fond of producing replicas and variants of his own compositions by his own hand. The little panel on copper in Berlin is a variant of the large-format picture, featuring life-sized figures, in the Galleria Spada in Rome. There, the David is cut off somewhat below knee height. Moreover, the landscape background is completely different: the dark backdrop on the right, serves as a foil for the figure, and consists not of a grotto with craggy solid rock, but instead of a dark wooded thicket with two luminous tree trunks and dense foliage that thins out on the left near the sky. With reference to the Berlin picture, it has been assumed that the painting in Rome was cut down below. This seems, however, not to be the case. Originally, Gentileschi framed the picture format even more narrowly, as shown by the structure of the canvas, which consists of a central piece that is surrounded by added strips having a different woven structure. Originally, the head of Goliath rested on the lower edge of the picture. In this original version on the central piece of canvas, David’s gaze still fell on the head of Goliath, but has become weakened through the additions, and was lost entirely in the copper panel in Berlin. Only here did Gentileschi complete the standing figure. He corrected the pose, shifting the legs more closely together, and making the figure of David more slender as a whole, albeit almost imperceptibly. He altered the perspective: the horizon has now been shifted downward. He gave the figure a completely different background, consisting of the type of rugged, splintered, slate stone, executed in cold grey tones, of the type he was fond of depicting. He also changed the position of Goliath’s head, which now lays facedown and level with the rock ledge on which David rests his foot. Lying in front of it is the sling, which is missing from the Roman picture. Erich Schleier | 200 Masterpieces of European Painting - Gemäldegalerie Berlin, 2019