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Bildnis eines Mannes

Ident. Nr.: 1517

ObjID: obj:868778

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Dominicus van der Smissen (28.4.1704 - 6.1.1760),
Maler*in
Datierung
Ausführung: um 1750
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Bildnis eines Mannes
Übersetzung: Portrait of a Man
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Hamburg,
Stadt
Material / Technik
Leinwand
Abmessungen
Bildmaß: 81 x 64,2 cm
Erwerbung
1875 Vermächtnis J.W. Mossner, Berlin

Objektbeschreibung

Der aus einer hamburger Mennoniten-Familie niederländischer Herkunft stammende Dominicus Van der Smissen war in vielen europäischen Städten erfolgreich als Porträtist tätig. Das wohl um 1750 in Hamburg entstandene Bildnis zeigt einen heute unbekannten Herrn mittleren Alters mit Allongeperücke im kostbaren violetten Caffa-Hausrock mit Blumenmuster und wollenem Einschlag. Prüfend reibt er den Stoff zwischen den Fingern, was auf eine Tätigkeit in der Hamburger Textilherstellung hindeuten mag. Die Herstellung und Verarbeitung von Caffas und anderen Samt- und Seidenstoffen in Hamburg erlebte im 17. und 18. Jahrhundert einen Aufschwung durch niederländische Glaubensflüchtlinge, die sich Ende des 16. Jahrhunderts in der norddeutschen Handelsstadt niederließen und unter anderem verschiedene Techniken der Seidenweberei einbrachten.

Letzte Aktualisierung: 31.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Versonnen blickt der dunkelhaarige junge Mann nach rechts in die Ferne. Von seinem schwarzen Gewand hebt sich ein kostbarer, weißer Spitzenkragen ab, auf den sein langes Haar fällt. Maratti präsentiert den Dargestellten hier schlicht und unprätentiös, zugleich jedoch sehr würdevoll und elegant. Durch eine Inschrift auf der Rückseite sind uns heute Entstehungsjahr und -ort des Gemäldes bekannt, sowie das Alter des Dargestellten. Als er sich 1663 in Rom porträtieren ließ, war er 24 Jahre und drei Monate alt. Maratti gehörte zu den begehrtesten Malern in Rom und arbeitete für die höchsten gesellschaftlichen Kreise, u.a. auch für Papst Clemens IX., dessen von Maratti geschaffenes Bildnis heute zu den bedeutendsten Porträts des 17. Jahrhunderts zählt.| Britta BodeSIGNATUR / INSCHRIFT: Auf der Doublierleinwand Transkription (des 19. Jh.) einer alten Inschrift: AETATIS VAE XXIV / ET III MENS / IN ROMA 1663 / C.M.F.___________________________________________________________________________With a pensive gaze, a dark-haired young man looks to the right into the distance. His long hair falls on the sumptuous, white lace collar that stands out against his black garment. Maratti presents the portrayed modestly and unpretentiously, yet also elegantly and dignified. An inscription on the back tells us the year and place of creation, as well as the age of the portrayed. In 1663, when he was painted in Rome, he was 24 years and three-months-old. Maratti was one of the most sought after artists in Rome and worked for the social elite, including Pope Clemens IX, whose portrait is considered one of the most important paintings of the 17th century.| Britta Bode