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Mädchengestalt mit den Wappen der Nürnberger Patrizierfamilien Imhoff und Muffel

Ident. Nr.: M 135

ObjID: obj:868837

Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (Expert)

Beteiligte
Adam Kraft (um 1455?),
Bildhauer*in
Datierung
Datierung: um 1495
Systematik/Art
Material / Technik
Sandstein
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 46 x 24,5 x 15 cm

Objektbeschreibung

Der Steinbildhauer Adam Kraft, der 1493–1496 das Sakramentshaus in St. Lorenz zu Nürnberg schuf, zählt neben Veit Stoß und Tilman Riemenschneider zu den herausragenden Bildhauern Frankens um 1500. Die Wappenträgerin ist das einzige Werk dieses Künstlers, das sich in einem Museum außerhalb von Nürnberg befindet.
Die kräftige Mädchengestalt, gekennzeichnet durch eine frisch aus dem Leben gegriffene Menschlichkeit ohne einen Anflug von Idealisierung, hält heraldisch rechts das Wappen der Patrizierfamilie Imhoff und links das der Muffel. Hans V. Imhoff hatte im Jahre 1486 Katharina Muffel von Eschenau geheiratet. Die Wappenträgerin war vielleicht an einer steinernen Treppe des Imhoffschen Handelshauses in der Tucherstraße zu Nürnberg aufgestellt.

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.