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Der selige Ranieri von Borgo San Sepolcro erscheint einem römischen Kardinal im Schlaf

Ident. Nr.: 1945

ObjID: obj:869914

Credit: Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Stefano di Giovanni Sassetta (um 1400 - 1450),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1444
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der selige Ranieri von Borgo San Sepolcro erscheint einem römischen Kardinal im Schlaf
Übersetzung: The Blessed Raniero of Borgo San Sepolcro Appearing to a Cardinal in a Dream
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Italien,
Land
Material / Technik
Pappelholz
Abmessungen
Bildmaß: 45,5 x 59,8 cm
Erwerbung
1924 Ankauf aus Privatbesitz

Objektbeschreibung

Zwei hohe Magistratspersonen, gefolgt von zwei Pagen, erscheinen vor dem Palast eines Kardinals. Der Kastellan tritt ihnen in der Tür entgegen und bedeutet ihnen, dass er keinen Einlass gewähren kann. In einem Gemach des Palastes liegt auf dem Bett der Kardinal, dem im Traum der Selige Ranieri Rasini, ein Franziskanermönch, erscheint. Das Bild ist Teil der Predella des großen Altares von Borgo San Sepolcro, der 1437-1444 entstand.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

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Der aus Südtirol stammende, in den 1720er und 1730er Jahren an der Wiener Akademie ausgebildete und dort arbeitende Johann Georg Platzer orientierte sich an den Antwerpener Kleinmeistern des 17. Jahrhunderts sowie an der Pariser Malerei des 18. Jahrhunderts. Er schuf vorrangig Feinmalereien auf Kupfer, bei denen es sich häufig um beliebte Objekte für anspruchsvolle Kunstkammern handelte. Dazu muss auch das wohl in die Wiener Zeit zu datierende Berliner Gemälde gezählt werden. Es ist ein typisches Beispiel für Platzers in leuchtenden Farben mit feinem Pinsel auf dünner Grundierung ausgeführte Gesellschaftsstücke mit ihren dicht gefüllten Bildräumen.Eine heitere Gesellschaft bevölkert einen durch die Staffageearchitektur rechts und den Brunnen links begrenzten Garten. Links im Vordergrund reicht ein sitzender junger Kavalier  das eben gefüllte Weinglas der neben ihm stehenden Dame, die einen auffälligen, aus einem Blumenkranz, einer Feder und einem transparenten Schleier bestehenden Kopfputz trägt. Ein Knabe bietet dem Paar Früchte in einer reich verzierten Schale dar. Insbesondere die aufgeschnittene Melone verdeutlicht die darin enthaltene Einladung zum sinnlich erotischen Genuss. Hinter der Stuhllehne erhebt ein weiterer Mann scheinbar mahnend den Zeigefinger. Beobachtet wird dieses Geschehen von zwei im zentralen Bogen der Gartenarchitektur stehenden Männern.Frisuren und Kostüme sind nicht zeitgenössisch, sondern scheinen sich an solche der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts anzulehnen. Mit seinem Berliner Bild verweist Platzer auf Genrebilder mit musizierenden, tanzenden und trinkenden Paaren im Freien vor allem der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (zum Beispiel Rubens' "Liebesgarten" im Prado, Madrid). Mit diesem in seinem Werk regelmäßig auftretenden inhaltlichen und formalen Rückbezug auf eine frühere Blütezeit der Malerei apelliert der Künstler an den Geschmack einer Sammlerschicht, die mit der Bildsprache dieser Vorbilder vertraut war.In Format und Bildaufbau offenbart das Berliner Bild enge Verwandtschaft zu den ebenfalls in die Wiener Zeit zu rechnenden Pendants "Allegorie des Gehörs" und "Allegorie des Geschmacks" (Graz, Alte Galerie am Landesmusem Joanneum). Zudem ähneln Kleid und Kopfputz der Frauenfigur jenen einer ebenfalls in Graz bewahrten "Tamburinschlägerin mit Flöte spielendem Kavalier". Krapf (2014) ordnet die angeführten Werke innerhalb Platzers Werk in die Gruppe der frühen Konversationsstücke ein.