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Baudouin de Lannoy

Ident. Nr.: 525G

ObjID: obj:869991

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Jan van Eyck (um 1390/1400 - 1441),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1430/40
Weitere Titel
Sammlungstitel: Baudouin de Lannoy
Übersetzung: Baudouin de Lannoy
Geografische Bezüge
Brügge,
Stadt
Material / Technik
Eichenholz
Abmessungen
Bildmaß: 26,6 x 19,5 cm
Erwerbung
1902 Ankauf aus dem englischen Kunsthandel

Objektbeschreibung

Der Mann mittleren Alters ist in Halbfigur wiedergegeben und präsentiert sich nach links gewendet vor einem atmosphärischen, doch unbestimmt-dunklen Grund. Sein Blick geht seitlich in die Ferne aus dem Bild hinaus. Ohne Zweifel soll er Unnahbarkeit und Erhabenheit signalisieren, wie auch die zusammengepreßten Lippen als Ausdruck von Entschlossenheit und Festigkeit zu verstehen sind. Das kostbare Gewand aus Goldbrokat und der gewaltige Pelzhut zeigen höchsten sozialen Rang an, und die umgelegte Kette bestätigt dies: Es handelt sich um die Kollane des exklusivsten Ritterordens des Abendlandes, des 1430 vom burgundischen Herzog Philipp dem Guten gegründeten Ordens vom Goldenen Vlies, der dem höchsten Adel vorbehalten war und zunächst nur dreißig Mitglieder umfasste. Durch eine beschriftete Nachzeichnung der Porträttafel aus dem 16. Jahrhundert – sie befindet sich im sogenannten »Recueil d’Arras « – kennen wir die Identität des vornehmen Herrn. Dargestellt ist Baudouin de Lannoy (1388-1474), genannt »Der Stotterer«, Herr von Molembais. Er wurde bereits 1430 als zwanzigster Ritter in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. Lannoy war seit 1423 Gouverneur von Lille und begleitete in den Jahren 1428 bis 1430 im Auftrag des Herzogs eine Gesandtschaft nach Portugal, bei der um die Hand der Infantin, der späteren Herzogin Isabella, geworben wurde. An eben dieser Reise nahm auch Jan van Eyck teil, der dabei unter anderem ein – heute verlorenes – Bildnis der Prinzessin anfertigte, um Philipp dem Guten eine Vorstellung von seiner zukünftigen Braut zu geben. Lannoy kannte also Jan van Eyck persönlich und muß spätestens auf der Reise auch dessen Bildniskunst kennen gelernt haben. Das vorliegende Porträt dürfte aber, entsprechend den stilistischen Befunden, erst geraume Zeit später entstanden sein. Zu einem Datum gegen Ende der dreißiger Jahre des 15. Jahrhunderts paßt ebenso die äußere Erscheinung des Mannes, vollendete Lannoy doch 1438 sein fünfzigstes Lebensjahr. Rätselhaft bleibt bislang die Bedeutung des Stabs in seiner rechten Hand, der, auf so demonstrative Weise gehalten, eine Art Insignie darstellen muß. Indes kann es kaum der Amtsstab des herzoglichen Kammerherrn Lannoy sein, denn es handelt sich um ein nur grob geglättetes Holz, einen geschälten Zweig oder ähnliches. Ob dieser vielleicht einen Pilgerstab darstellt, was auf fromme Intentionen des Herrn hinweisen würde, oder einen Botenstab, muss derzeit offen bleiben. Jan van Eycks Porträts bestechen durch ihre minuziöse, die individuellen Eigenarten eines Gesichts herausarbeitende Wiedergabe. Unebenheiten und Verfärbungen der Haut, ebenso unschöne Bildungen wie etwa der dicke Nasenansatz Lannoys werden in hellem, frontalem Licht erfaßt. Freilich läßt sich nicht mehr ermessen, inwieweit trotzdem noch idealisiert, der aristokratische Aspekt eventuell verstärkt wurde. Denn aristokratisch wollte der Dargestellte, von dessen hochmütigem Wesen die Chronisten berichten, ohne Zweifel erscheinen. Die Einprägsamkeit seines Kopfes und der beinahe griesgrämige Ausdruck einerseits, die riesige Kopfbedeckung andererseits haben wohl fast zweihundert Jahre später dazu beigetragen, daß Peter Paul Rubens das vorliegende Porträt in einem seiner Skizzenbücher abzeichnete. Stephan Kemperdick | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019
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The middle-aged, male subject of this portrait is depicted as a half-figure who turns towards the left and is presented in front of a dark, atmospheric, yet indeterminate background. His gaze is directed towards the side and into the distance, somewhere outside of the picture space. There can be little doubt that this image is designed to signal remoteness and dignity, just as the compressed lips are meant as an expression of decisiveness and resolve. The precious gold brocade robe and the enormous fur hat are insignia indicating an extremely high social rank. The gold chain he wears confirms this: the collar indicates membership in the Order of the Golden Fleece, the most elite knightly order in the Western world, established in 1430 by the Burgundian Duke Philip the Good, and reserved for the highest nobility – initially, membership was restricted to 30 individuals. Through an inscription
on a drawn copy of this portrait panel dating from the 16th century (which is found in the so-called “Recueil d’Arras” manuscript), we know the identity of this distinguished gentleman. He is Baudouin de Lannoy (1388–1474), Lord of Molembais, who was called “the stutterer”. He was accepted as a Knight of the Golden Fleece when the order was first founded. He was Governor of Lille beginning in 1423, and a counsellor and chamberlain to Duke Philip beginning in the early 1430s. In the present picture, the simple staff in pale wood held by the sitter alludes to the rank of chamberlain, a courtly office that was restricted to the high nobility and designed to confer honour rather than entailing the fulfilment of specific duties. During the years 1428–29, Baudouin de Lannoy accompanied a delegation to Portugal, entrusted with the mission of courting the Infantin, later Queen Isabella, on behalf of the Duke. Philip’s court painter Jan van Eyck took part in this journey as well, during
which he executed a – today lost – portrait of the princess in order to provide the Duke with an impression of his prospective bride.

Lannoy therefore knew Jan van Eyck personally, and must have been familiar with his portraiture at the latest during this journey. Based on stylistic features, the present portrait must have been executed considerably later. A date of the late 1430s would also be consistent with the sitter’s outward appearance – Lannoy turned 50 in 1438. Like all of the portraits from Jan van Eyck’s hand, the present
likeness is captivating by virtue of its meticulously elaborated rendering of the features of an individual’s face. Areas of irregularity and discolouration on the skin, along with unattractive features such as the thick nasal bridge of Lannoy’s nose, are apprehended in a bright, frontal illumination. Admittedly, it is no longer possible to determine the degree to which the sitter was idealised or the aristocratic aspect of his appearance heightened. But, there is little doubt that Lannoy – whose prideful
character is reported by chroniclers – wished to appear aristocratic. The memorable quality of his head and the sitter’s almost morose expression along with, and the enormous hat, other help to account for the fact that almost 200 years later, Peter Paul Rubens drew a copy of this portrait in one of his sketchbooks. Stephan Kemperdick | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

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Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Die Kreuzigung Christi

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Gerard David stammte aus den nördlichen Niederlanden, dem holländischen Oudewater. Einflüsse von Geertgen tot Sint Jans in seinen frühen Werken deuten darauf hin, daß er seine erste Ausbildung in Haarlem erhalten hat. 1484 war er nach Brügge ausgewandert, der Stadt, in der Memling als führender Meister tätig war. Hier wurde er als Mitglied und schließlich als leitender Künstler der Malerzunft vom Magistrat der Stadt mit Aufträgen bedacht. In Brügge entstanden seine Hauptwerke. Hier lebte und arbeitete er, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, bis zu seinem Tode. Für einige Zeit scheint er sich in Antwerpen aufgehalten zu haben. Darauf deutet eine Eintragung in den Registern der Antwerpener Malergilde hin, die für das Jahr 1515 die Aufnahme eines »Gheraet van Brugghe, scildere« vermeldet. Brügge hatte damals seine führende Rolle als Hafenstadt durch die Versandung des Swijn, seiner Verbindung zum Meer, eingebüßt, während Antwerpen seinen Rang als neues Handelszentrum auszubauen begann und damit zahlreichen Künstlern neue Verdienstmöglichkeiten eröffnete. Es ist denkbar, daß sich Gerard David den neuen Gegebenheiten auf Dauer nicht mehr an - passen wollte und deshalb nach Brügge zurückkehrte, wo er als der letzte herausragende Vertreter der traditionsreichen Malerei dieser Stadt großes Ansehen genoß. Das Schaffen Davids schlägt eine Brücke zwischen den niederländischen Meistern des 15. Jahrhunderts und den neuen Bestrebungen der Renaissance. Seine Werke zeichnen sich durch eine stille Monumentalität und eine klare Anordnung der plastisch wiedergegebenen Bildfiguren aus, die auf neuartige Weise mit dem sie umgebenden Raum verbunden sind. In dieser Hinsicht bezeichnet die Kunst Davids eine entscheidende Etappe auf dem Weg zu einer einheitlichen malerischen Gestaltung des Bildraumes. Die Darstellung des Christus am Kreuz stammt aus der Spätzeit des Künstlers. Das Kolorit, in dem grüne und blaue Farbklänge dominieren, ist eigentümlich kühl und verhalten, dabei in den nuancenreichen Abstufungen dennoch von höchster Subtilität. Dieser konsequenten Vereinheitlichung der Farbgebung, von der eine starke atmosphärische Wirkung ausgeht, entspricht eine gleichermaßen prägnante wie durch seine Schlichtheit ergreifende Schilderung des Bildgeschehens. Auf der Höhe Golgathas erhebt sich das Kreuz Christi, dessen Querbalken in die Tiefe weisen. Mit geöffneten Augen blickt der Gekreuzigte auf die Leidtragenden zu seinen Füßen herab, auf Maria Magdalena nahe dem Kreuzesstamm, auf Maria, die von Johannes gestützt wird, und auf Maria Salome und Maria Jacobi. Mit den Worten »mulier ecce filius tuus« (Weib, siehe, das ist dein Sohn; Johannes 19, 26) empfiehlt er seine Mutter der Fürsorge seines Lieblingsjüngers. Die verhaltene Trauer der Angehörigen scheint sich auf den Hauptmann und seine Soldaten übertragen zu haben, die still zur Seite getreten sind und sich beraten. Im Hintergrund erkennt man Kriegsknechte, die Golgatha bereits verlassen haben und Jerusalem zustreben. Daran zeigt sich, daß kein bestimmter Augenblick des Geschehens gestaltet ist, sondern daß es dem Künstler darauf ankam, uns dessen zeitlose Bedeutung vor Augen zu führen, wie er es wenig später in dem eindrucksvollen Golgathabild (Genua, Palazzo Bianco) in äußerster Reduktion des Themas getan hat. Der Eindruck der Zeitlosigkeit des Geschehens in unserem Bild verstärkt sich angesichts der weiten Landschaft mit den im blauen Licht des Abends verdämmernden Bergkuppen. Svea Janzen | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei - Gemäldegalerie Berlin, 2010SIGNATUR / INSCHRIFT: mulier ecce filius tuus_______________________________________________________________Gerard David was born in the Dutch city of Oudewater. In 1484 he moved to Brugge where, with a few interruptions, he lived and worked until his death. David’s work forms a link between the 15th-century Netherlandish masters and the new line taken in the Renaissance. His works have a quiet monumental quality and a clear arrangement of figures, who relate in an innovative way to the space that surrounds them. In this respect David’s work represents a crucial stage on the way towards uniform painterly control over the pictorial space. This scene of Christ on the Cross dates from the artist’s late period. The colouring, dominated by notes of green and blue, is strangely cool and reticent, although extremely refined in its nuanced gradations. The events of the picture are portrayed both succinctly and plainly, corresponding with the consistently uniform colouring, which creates a strongly atmospheric effect. | Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2012

Der Engel weckt den Propheten Elias in der Wüste

Der Engel weckt den Propheten Elias in der Wüste

Das kleine Täfelchen zeigt den Propheten Elias eingeschlafen unter einem Baum. Die Darstellung bezieht sich auf eine in der Bibel erzählte Episode, in der die Flucht des Elias vor der ihm angedrohten Rache für die Ermordung der Propheten des Baal geschildert wird (1. Könige 19,1–8). Ein Engel hat sich über Elias gebeugt. Er versucht, ihn mit einer zarten Berührung an der Schulter zu wecken. Mit dem Zeigefinger seiner Rechten weist er auf einen Laib Brot und einen mit Wasser gefüllten Krug, die neben der herabgesunkenen Hand des Propheten stehen. Alle drei Elemente sind in helles Licht getaucht. Das rosafarbene Gewand des Engels, die blonden Haare seines gesenkten Hauptes sowie die weit ausladenden Flügel mit den schwarzen und weißen Federn sind mit pastos aufgetragenen Pinselstrichen ausgeführt. Die Rinde des kräftigen, die linke Bildhälfte begrenzenden Baumes und das Gestrüpp am Boden sind mit dicken Farbtupfern modelliert.Maltechnische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich inmitten des Baumstammes einst ein Schlüsselloch befand. In der Röntgenaufnahme sind an der rechten Seite der Tafel zudem zwei Scharniere zu erkennen. Die Ausführung auf Holz und das kleine Format sind demzufolge auf die Funktion des Gemäldes als Türchen zurückzuführen. Da die im Alten Testament geschilderte Speisung des Propheten Elias mit Wasser und Brot eine häufig verwendete Präfiguration für das Abendmahl darstellt, fungierte die Tafel mit großer Wahrscheinlichkeit als Verschluss eines Tabernakels, das zur Aufbewahrung der Hostien und des Abendmahlkelchs diente. In Spanien sind derartige mit bildlichen Darstellungen versehene Türchen in zahlreichen Predellenzonen von Altarretabeln des 17. Jahrhunderts nachweisbar. Zudem lassen die Röntgenaufnahmen darauf schließen, dass die Tafel einst einige Zentimeter höher war und ein länglicheres Format aufwies.Auf Grund der überaus lockeren, an die venezianische Malerei erinnernden Malweise wurde das Bild, das vormals als Werk Domenico Fettis galt, von Giuseppe Fiocco in das Oeuvre von Francesco Maffei eingeordnet. 1970 wurde es von José Roge lío Buendía auf Grund stilistischer Erwägungen schließlich dem in Madrid tätigen Maler Juan Antonio de Frías y Escalante zugeschrieben. Bei dem abgebildeten Tonkrug handelt es sich seiner Meinung nach zudem um ein Modell, wie es in dem bei Madrid gelegenen Städtchen Talavera de la Reina produziert wird. Für eine Verbindung des Gemäldes mit Spanien spricht ferner die Existenz einer vorbereitenden Zeichnung in der Nationalbibliothek in Madrid, die die zentralen Elemente der Komposition wiedergibt, sowie die Provenienz aus der Sammlung Suermondt, zu der zahlreiche Werke zählten, die der preußische Offizier Andreas von Schepeler während seiner Tätigkeit in Madrid zwischen 1815 und 1823 erworben hatte.Von 1667 bis 1668 hatte Escalante einen 18 Leinwandgemälde umfassenden Zyklus mit alttestamentlichen Präfigurationen der Eucharistie für die Ausstattung der Sakristei des im 19. Jahrhundert zerstörten Convento de la Merced Calzada in Madrid ausgeführt, darunter auch eine Darstellung von Elias und dem Engel, die heute im Museo del Prado aufbewahrt wird. Auch wenn sich Paola Rossi 1991 nochmals für eine Zuschreibung des Berliner Bildes an Francesco Maffei aussprach, so machen die genannten Argumente dennoch plausibel, dass das Gemälde erstens von Escalante geschaffen wurde und zweitens zur Ausstattung des genannten Konvents gehörte, der sich ehemals auf dem heute nach Tirso de Molina benannten Platz in Madrid befand. Vor der Feier des Abendmahls hatte es den Priestern dort bei der Entnahme der Hostien und des Weines die heilsgeschichtliche Erfüllung der Ankündigungen des Alten Testamentes ins Bewusstsein gerufen.| Sven Jakstat___________________________________________________________________________________________________This small panel depicts the Prophet Elijah sleeping under a tree. The scene refers to the Bible’s story of Elijah’s flight from retribution for his killing of Baal’s prophets (1 Kings 19:1–8). An angel bends over Elijah and tries to wake him by gently laying a hand on his shoulder. With the finger of his right hand the angel points to a loaf of bread and a water-filled jug next to the Prophet’s limp hand. All three elements are suffused in bright light. The angel’s rose-coloured robe, the blond hair on his lowered head, and the white feathers of his wings are executed in pastose brushstrokes. The bark of the massive tree and undergrowth bounding the left-hand side of the composition are modelled with thick dabs of paint.Scientific examinations showed that there was once a keyhole in the middle of the tree trunk. X-ray images also revealed two hinges attached to the right end of the panel. These combined with the wooden support medium and the painting’s small format indicate that the work once served as a small door. As the story of Elijah being given bread and water was often used in art to prefigure the Eucharist, it is highly likely that this panel once served as the door covering of a tabernacle where the host and Communion chalice were kept. Numerous examples of such decorated doors in the predella areas of seventeenth-century altarpieces have been found in Spain. Furthermore, the X-ray images indicate that the panel was once several centimetres longer and more elongated in shape.The extremely flowing style of painting, reminiscent of Venetian works, led Giuseppe Fiocco to attribute the painting – previously believed to be by Domenico Fetti – to Francesco Maffei. Stylistic considerations finally led José Rogelío Buendía in 1970 to ascribe it to the Madrid painter Juan Antonio de Frias y Escalante. In Buendía’s opinion, the ceramic jug seen in the painting is based on the types of jugs produced in the town of Talavera de la Reina near Madrid. Further evidence of the work’s Spanish provenance is offered by a preliminary drawing in the National Library in Madrid, which displays the same central elements that appear in the painting, as well as its provenance from the Suermondt Collection, which included numerous works acquired by the Prussian officer Andreas von Schepeler while he was stationed in Madrid between 1815 and 1823.From 1667 to 1668, Escalante completed a cycle of eighteen paintings on canvas with Old-Testament prefigurements of the Eucharist for the sacristy of the now destroyed Convento de la Merced Calzada in Madrid, including a painting depicting the angel and Elijah today held by the Museo del Prado. Even though Paola Rossi once again insisted in 1991 that the Berlin painting should be attributed to Francesco Maffei, the arguments given above make a plausible case both that the painting was made by Escalante and that it belonged to the convent, once located on the square now named for Tirso de Molina. The painting served to remind priests of the salvific fulfilment of the Old Testament’s prophecies when they went to remove the host and wine before distributing Holy Communion.| Sven Jakstat