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Marc Aurel (161-180)

Ident. Nr.: 2243

ObjID: obj:870310

Details (Expert)

Beteiligte
Luca Duca (1551),
Bildhauer*in
Datierung
1551/1569
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Rom
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 39,1 x 13,5 x 22 cm

Objektbeschreibung

Zu den wenigen erhaltenen antiken Großbronzen zählte in der Renaissance die monumentale Reiterstatue des Marc Aurel, die am Lateran stand und dort bereits seit dem 10. Jahrhundert bezeugt ist. 1538 ließ Papst Paul III. das Monument auf den Kapitolsplatz versetzen, wo es einen neuen von Michelangelo geschaffenen ovalen Sockel erhielt, der in den sechziger Jahren des 16. Jahrhunderts durch die Einfügung von so genannten Membretti, Pfeilerstücken zwischen den konvexen Seiten, vergrößert wurde. Die Kleinbronze des Ludovico del Duca muss noch vor dieser Veränderung entstanden sein, da sie die alte Form des Sockels zeigt. Als Schmuckmotive verwendete der Künstler jedoch Hermen und Masken statt der Inschriften und Wappen, die der Sockel des Monuments auf dem Kapitol zeigt. Ein weiteres Exemplar der Kleinbronze, das sich heute im Bargello in Florenz befindet, ist bereits 1553 in den Sammlungen der Medici nachweisbar.

Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.