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Maria mit dem Kind und Engeln

Ident. Nr.: 584B

ObjID: obj:870323

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Lucas van Leyden (1494-1533),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1520
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Maria mit dem Kind und Engeln
Übersetzung: The Virgin and Child with Angels
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Niederlande,
Land
Material / Technik
Eichenholz
Abmessungen
Bildmaß: 77,5 x 46,4 cm oben gerundet
Erwerbung
1892 Ankauf von dem Kunsthändler Charles Sedelmeyer, Paris

Objektbeschreibung

Carel van Mander teilt in seinem »Schilder-Boeck« (1604) mit, dass Lucas van Leyden schon als Kind von neun Jahren »sehr hübsche und fein durchgeführte Kupferstiche eigener Erfindung herausgab«. 1521 reiste er nach Antwerpen, wo er mit Dürer zusammentraf. Er war als Maler und Kupferstecher tätig, fertigte Holzschnitte an und zeichnete Entwürfe für Glasmalereien. Er hinterließ ein umfangreiches grafisches Werk von weitreichender Bedeutung. Das vorliegende Bild behandelt ein traditionelles Motiv, das der Künstler vor dem Hintergrund einer fantastischen Renaissancearchitektur inszenierte. Musizierende Engel umgeben das Jesuskind. Apfel, Nelke und Weintraube sind Sinnbilder der durch Christus getilgten Erbsünde sowie Hinweise auf die Passion und das Erlösungswerk.| Prestel-Meuseumsführer – Gemäldegalerie Berlin, 2017
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Carel van Mander tells us in his Schilder-Boeck (1604) that Lucas van Leyden “produced very handsome and finely executed copperplate engravings of his own invention” even as a child of nine. He met Dürer in Antwerp in 1521. He worked as a painter and copperplate engraver, produced woodcuts and drew designs for stained glass. He left behind a copious graphic oeuvre of far-reaching significance. Our picture tackles a traditional motif, which the artist placed against a background of fantastic Renaissance architecture. The Christ Child is surrounded by angels playing musical instruments. Apple, carnation and grape are Symbols of original sin purged by Christ and also refer to the passion and the work of redemption.| Prestel Museum Guides – Gemäldegalerie Berlin, 2017

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Ansicht von Nijmegen

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Rechts über dem Ufer der Waal erhebt sich die Stadt Nijmegen mit dem charakteristischen viereckigen Turm des Valkenhofs. Stadtansichten nehmen im OEuvre van Goyens einen breiten Raum ein, wobei der viel gereiste Künstler sich motivisch auf seine Skizzenbücher stützen konnte. Trotzdem erheben seine äußerst naturgetreu anmutenden Schilderungen keinen Anspruch auf topografische Exaktheit. Der Raum wird perspektivisch durch den diagonal in die Bildtiefe verlaufenden Fluss erschlossen, ein für Goyen typisches Konstruktionsprinzip. Zusammengehalten wird die Komposition durch die atmosphärische, auf Gelb-, Braun- und Grüntönen basierende Farbigkeit. Ebenso wird der Schilderung des Himmels große Aufmerksamkeit geschenkt.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. an der Fähre: vGOYEN 1649________________________________________________________________________________________________________________________________________The town of Nijmegen with the landmark square tower of the Valkenhof rises above the right bank of the Waal. Town views are a major theme in van Goyen’s work; he travelled a great deal, and was able to rely on his sketch-books for material. Nevertheless, though his pictures seem extremely lifelike, they make no claims to topographical precision. The space is opened up in terms of perspective by the river, which runs diagonally into the depths of the picture, a typical structural principle for van Goyen. The composition is held together by the atmospheric colouring, based on shades of yellow, brown and green. A great deal of attention is also paid to the presentation of the sky.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2019

Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

Lustige Gesellschaft auf einer Terrasse

Der aus Südtirol stammende, in den 1720er und 1730er Jahren an der Wiener Akademie ausgebildete und dort arbeitende Johann Georg Platzer orientierte sich an den Antwerpener Kleinmeistern des 17. Jahrhunderts sowie an der Pariser Malerei des 18. Jahrhunderts. Er schuf vorrangig Feinmalereien auf Kupfer, bei denen es sich häufig um beliebte Objekte für anspruchsvolle Kunstkammern handelte. Dazu muss auch das wohl in die Wiener Zeit zu datierende Berliner Gemälde gezählt werden. Es ist ein typisches Beispiel für Platzers in leuchtenden Farben mit feinem Pinsel auf dünner Grundierung ausgeführte Gesellschaftsstücke mit ihren dicht gefüllten Bildräumen.Eine heitere Gesellschaft bevölkert einen durch die Staffageearchitektur rechts und den Brunnen links begrenzten Garten. Links im Vordergrund reicht ein sitzender junger Kavalier  das eben gefüllte Weinglas der neben ihm stehenden Dame, die einen auffälligen, aus einem Blumenkranz, einer Feder und einem transparenten Schleier bestehenden Kopfputz trägt. Ein Knabe bietet dem Paar Früchte in einer reich verzierten Schale dar. Insbesondere die aufgeschnittene Melone verdeutlicht die darin enthaltene Einladung zum sinnlich erotischen Genuss. Hinter der Stuhllehne erhebt ein weiterer Mann scheinbar mahnend den Zeigefinger. Beobachtet wird dieses Geschehen von zwei im zentralen Bogen der Gartenarchitektur stehenden Männern.Frisuren und Kostüme sind nicht zeitgenössisch, sondern scheinen sich an solche der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts anzulehnen. Mit seinem Berliner Bild verweist Platzer auf Genrebilder mit musizierenden, tanzenden und trinkenden Paaren im Freien vor allem der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (zum Beispiel Rubens' "Liebesgarten" im Prado, Madrid). Mit diesem in seinem Werk regelmäßig auftretenden inhaltlichen und formalen Rückbezug auf eine frühere Blütezeit der Malerei apelliert der Künstler an den Geschmack einer Sammlerschicht, die mit der Bildsprache dieser Vorbilder vertraut war.In Format und Bildaufbau offenbart das Berliner Bild enge Verwandtschaft zu den ebenfalls in die Wiener Zeit zu rechnenden Pendants "Allegorie des Gehörs" und "Allegorie des Geschmacks" (Graz, Alte Galerie am Landesmusem Joanneum). Zudem ähneln Kleid und Kopfputz der Frauenfigur jenen einer ebenfalls in Graz bewahrten "Tamburinschlägerin mit Flöte spielendem Kavalier". Krapf (2014) ordnet die angeführten Werke innerhalb Platzers Werk in die Gruppe der frühen Konversationsstücke ein.