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Muttergottes und Heilige (Zamser Retabel)

Ident. Nr.: 3112

ObjID: obj:870347

Details (Expert)

Datierung
um 1485
Abmessungen
Höhe: 275 cm (Schrein und Predella)
Breite: 166 cm (Predella)
Breite: 124 cm (Schrein)
Breite: 260 cm (geöffnet)
Tiefe: 60 cm

Objektbeschreibung

Das Werk, Hauptbeispiel der späten Retabelkunst in der Berliner Sammlung, stand vor der Erwerbung in der Bergkapelle von Gmar oberhalb von Landeck in Tirol. Dorthin war es im 18. Jahrhundert aus der Pfarrkirche St. Andreas in Zams gelangt. Der Auftraggeber, vermutlich zugleich der Stifter, ist der Pfarrer Michael Aichhorn, Domherr zu Brixen, gewesen. Sein Wappenschild mit einem Eichhörnchen ist auf der rechten Schmalseite der Predella zu sehen.
Im Schrein steht die Gottesmutter mit dem Kind, deren Mantel zwei aus seitlichen Fenstern schauende Engel in einem zeremoniellen Akt emporheben. Auf den Innenseiten der Flügel sind als Relieffiguren vermutlich der heilige Inguin, Patron des Bistums Brixen, und die heilige Lucia dargestellt, die in einer Schale ihr Augenpaar vorwies. Lucia hatte der Brautwerbung eines Heiden widerstanden und sich dabei ihre Augen ausgerissen. Die Flügelaußenseiten zeigen in Malerei Szenen aus der Legende der heiligen Maria Magdalena.

Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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