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Thronende Maria mit dem Kind und acht Heiligen

Ident. Nr.: 246

ObjID: obj:871486

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Andrea del Sarto (1486 - 1530),
Maler*in
Datierung
Ausführung: 1528
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Thronende Maria mit dem Kind und acht Heiligen
Übersetzung: Mary enthroned with the child and eight Saints
Geografische Bezüge
Entstehungsort: Florenz,
Stadt
Material / Technik
Pappelholz
Abmessungen
Bildmaß: 228 x 185 cm
Erwerbung
1836 Ankauf in Paris von Arrow Smith

Objektbeschreibung

Das Altarbild wurde bereits von Vasari (1568, IV, S. 385) erwähnt. Es wurde im Auftrag von Giuliano Scala für die Stadt Sarzana in Ligurien, an der Grenze der Toskana gelegen, ausgeführt. Raffaele Soprani (1674, S. 245) scheint Informationen über den wahren Auftraggeber, einen gewissen Benedetto Celsi, gefunden zu haben. Beide Namensheiligen des Auftraggebers, Benedikt und Celsus, sind im Bild zu sehen. Celsus links unten, an der üblichen Position eines Stifters. Soprani sagt darüber hinaus, dass Celsi das Bild für seine Kapelle in der Kirche San Domenico zu Sarzana bestimmt hatte. Das muss ein Fehler sein, da eine Kirche San Domenico nicht existierte. So muss es sich eigentlich um die Kirche San Francesco handeln, in der sich eine Kopie des verschollenen Gemäldes Sartos befindet.
Laut Inschrift ist die Entstehungszeit des Meisterwerkes das Jahr 1528, also geht es hier um ein Spätwerk Sartos der zwei Jahre später starb.
Das Altarbild wurde von einer Lünette mit der Verkündigung ergänzt. Diese wurde jedoch nie nach Sarzana gebracht. Stattdessen fand sie, als Giuliano Scala das Patronat eines Altares im Chor übernahm, ab 1534 ihren Platz in der Kirche Santissima Annunziata in Florenz. Die Lünette bekam durch Addierung gemalter Vorhänge eine rechteckige Form. Heute ist die Verkündigung in der Galleria Palatina, Palazzo Pitti, zu bewundern.
1835 in einem schlechten Zustand durch Waagen erworben, löste das Berliner Altarbild 1867 einen Skandal aus, da der Generaldirektor von Olferse in Waagens Abwesenheit eine unbeholfene Restaurierung bei einem Maler aus Biberach, Christian Xeller, beauftragte.
Eine Zeichnung, die in Verbindung mit dem verlorenen Bild oft Erwähnung findet, wird im Kupferstichkabinett der SMB aufbewahrt (KdZ 5082: Brooks 2015, S. 82-83 Kat. 18).

SIGNATUR / INSCHRIFT: auf der obersten Stufe: ANN. DOM. MDXXVIII.

Vermutlich im Mai 1945 im Leitturm des Flakbunkers im Berliner Friedrichshain vernichtet.
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Most likely destroyed in May 1945 in the control tower of the flak tower in Berlin Friedrichshain.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

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Möglicherweise gehörte das Rundbild den Brüdern von S. Francesco in Florenz. Maria wird als Himmelskönigin mit einer Krone ausgezeichnet, zugleich ist sie mitleidende Mutter des zum Opfer bestimmten Christusknaben. Er greift nach ihrer Brust. Die nährende Maria galt den Theologen als Mutter aller Menschen und als Heilsspenderin. Singende Engel preisen sie, Lilien als Reinheitssymbole in den Händen. Wie man in Antlitz und Gestalt Marias immer auch das Ideal irdischer Frauenschönheit suchte, so kann man in den Engeln die Verkörperung jugendlich-harmonischen Ebenmaßes sehen. Botticelli meisterte das anspruchsvolle Format mit einer durchdachten Bildordnung, die das Rund der Begrenzung aufnimmt: Im Mittelpunkt vielfach kreisender Bewegung thront die Madonna.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017_______________________________________________________It is possible that this circular picture used to belong to the Brothers of S. Francesco in Florence. Mary is identified as the Queen of Heaven by a crown, but at thesame time she is the mother of the boy Christ, who is marked out for sacrifice. He is reaching for her breast. Theologians saw Mary as the giver of nourishment, asthe mother of all mankind, and of salvation. Singing angels are praising her, with lilies in their hands as symbols of purity. Just as the ideal of earthly female beautywas always sought in the face and form of Mary, in the same way the angels can be seen as embodying youthful harmony. Botticelli mastered this demanding formatwith a calculated pictorial order that takes up the circular border: the Madonna is enthroned at the centre of a multiple encircling movement.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017