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Die Fußwaschung der Apostel

Ident. Nr.: 2072

ObjID: obj:871698

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Meister des Hausbuches (vor 1476 - nach 1500),
Maler*in
Datierung
Ausführung: um 1480
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Fußwaschung der Apostel
Übersetzung: The washing of the apostles feet
Geografische Bezüge
Material / Technik
Nadelholz
Abmessungen
Bildmaß: 132 x 75,6 cm
Erwerbung
Ankauf 1930

Objektbeschreibung

Seit dem 19. Jahrhundert wird der sogenannte Speyerer Altar als Hauptwerk des Hausbuchmeisters angesehen. Sein Notname leitet sich von dem im Besitz der Fürsten Waldburg auf Schloß Wolfegg in Schwaben bewahrten »Hausbuch« ab, einer Sammlung von Zeichnungen allerhöchster Qualität, von denen die subtilsten Arbeiten unserem Meister zugeschrieben werden. Der Speyerer Altar, dessen Teile über Museen in Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main und Berlin verstreut sind, verdankt seinen Namen dem Umstand, daß die Mitteltafel im 19. Jahrhundert vom damaligen Besitzer in Speyer erworben wurde. Über die tatsächliche Herkunft und ursprüngliche Bestimmung des Altares ist jedoch nichts bekannt. An Fest- und Feiertagen zeigte der geöffnete Altar im Zentrum die Darstellung des volkreichen Kalvarienberges, flankiert vom Ecce Homo und der Auferstehung Christi. Auf den Außenseiten der Flügel sah man die Fußwaschung Christi, das Abendmahl und das Verhör Christi durch Kaiphas. Die Reihe begann vermutlich mit dem nicht mehr erhaltenen Einzug Christi in Jerusalem. Mit der Szene der Fußwaschung, von der das Johannes-Evangelium (13, 1-15) berichtet, beginnt die eigentliche Passion. In einem holzgetäfelten Raum haben sich die Jünger vor dem Passahfest um Christus versammelt. Die zwölf Apostel sitzen dicht nebeneinander auf Bänken, die an den Längsseiten und am Ende des schmalen Raumes aufgestellt sind. Nachdenklich, aber auch von stiller Dankbarkeit erfüllt, blicken sie mit andächtig gefalteten Händen auf den in ihrer Mitte am Boden knienden Erlöser. Er hat die Ärmel aufgekrempelt, ein weißes Tuch wie eine Schürze umgebunden und Wasser aus einem hölzernen Bottich in eine vor ihm stehende Messingschale gegossen. Nachdem er den Jüngern die Füße gewaschen und mit dem Tuch getrocknet hat, kommt er zu Petrus, den er eindringlich auf die Notwendigkeit hinweist, auch an ihm die Waschung zu vollziehen. Dieser lehnt es ab, sich von seinem Herrn bedienen zu lassen, fällt ihm in den Arm und sucht die Füße seinem Zugriff zu entziehen. Als Christus jedoch die für Petrus zunächst unverständliche Handlung mit den Worten deutet: »Werde ich dich nicht waschen, so hast du keinen Teil an mir« (Johannes 13, 8), bittet Petrus den Herrn, ihm doch auch Hände und Haupt zu waschen. Der Akt der Fuß - waschung symbolisiert das ganze Wirken Christi. Er ist ein Sinnbild der Liebe und Demut, aber auch ein Beispiel dafür, wie die Jünger untereinander handeln sollen. Rainald Grosshans | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019
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The so-called Speyer Altarpiece has been regarded as the chief work of the Master of the House Book since the 19th century. His “notname” is derived from the “house book” owned by the Princes Waldburg and kept at Schloss Wolfegg in Swabia, a collection of drawings of exquisite quality of which the subtlest works have been attributed to this master. The Speyer Altarpiece, sections of which have been dispersed among the museums of Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main and Berlin, takes its name from the acquisition of the middle panel (fig. left) in the 19th century by its then owner in Speyer. Nothing is known, however, about the actual origin of the altarpiece or where it was intended for. On feast days and holidays, the opened altarpiece displayed in its centre the populous Calvary, flanked by the Ecce Homo and the Resurrection of Christ. The Washing of the Feet, the
Last Supper and the Interrogation by Caiaphas were depicted on the outer sides of the wings. The series probably originally began with Christ’s Entry into Jerusalem which is no longer extant.

The Washing of the Feet, as told by the Gospel according to Saint John (13:1–15) can be regarded as the actual beginning of the Passion of the Christ. The disciples have assembled around Christ in a wood-panelled room before the Feast of Passover. The twelve apostles are sitting close to one another on benches positioned against the long sides and at the end of the narrow room. Lost in thought but full of quiet gratitude, they are gazing with reverently folded hands at the saviour kneeling on the floor in their midst. He has rolled up his sleeves, tied a white cloth round his waist as an apron and poured water from a wooden tub into a bronze bowl standing in front of him. After he has washed the disciples’ feet and dried them with a towel, he turns to Peter and insists on washing his feet too. Peter, however, refuses to be served by his Lord. Emphatically pushing away his arm, he tries to stop Christ
touching his feet. When, however, Christ explains this for Peter initially incomprehensible act with the words: “If I do not wash you, you have no part of me” (John 13:8), Peter consents. The act of washing feet symbolically encompasses the whole of Christ’s ministry. It is a symbol of love and humility and also an example of how the disciples should treat one another. On the right at the front among the disciples is Judas, whom Christ has recognised as his betrayer. Judas is wearing a yellow robe and is the only one of the disciples to be depicted without a halo.

The following picture shows the Last Supper, at which the Lord bids farewell to his disciples on the evening before his crucifixion. He identifies the betrayer and tells the disciples of his forthcoming death. Christ sits in the middle of the room behind the table. His favourite disciple John is asleep on his breast. The scene depicts the moment immediately before events reach their dramatic climax, when Christ tells his disciples that one of them will betray him and that it is the person to whom he will pass the morsel that he has dipped. We see how Christ reaches into the bowl with the Easter lamb in order to give the morsel to Judas. Judas, in a yellow robe and without a halo, is sitting somewhat isolated at the front of the table trying to conceal the bag with the silver coins. The disciple sitting at front left is staring so intensely at Judas that it is obvious who the betrayer is. The fly on the lid of the woven
basket in the foreground is considered an impure animal and hence symbolises the devil who will take possession of Judas after he has taken the morsel. The chalice of wine on the table in front of Christ emphasises the sacramental character of the scene and its link to the Holy Communion.

The mood of these dramatic events is impressively captured in the reactions of the disciples and their highly individual facial expressions. The rendering of the red and yellow twilight of the evening sky with the clouds lit up by the last rays of the setting sun reveals the artist’s precise observation of nature. Rainald Grosshans | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Gemäldegalerie

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Kardinal Ludovico Trevisan

Kardinal Ludovico Trevisan

Mantegnas außergewöhnliches Porträt zeigt den in Venedig geborenen Ludovico Trevisan (1401-1465), der auch unter dem Namen Scarampi oder Mezzarota bekannt ist. Es entstand zwischen dem 27. Mai 1459 und dem 8. Februar 1460 während des Fürstenkongresses von Mantua, auf dem Papst Pius II. um Unterstützung für den Kampf gegen die Osmanen warb. Trevisan war als reicher, mächtiger und gebildeter Mann innerhalb der kirchlichen Hierarchie aufgestiegen; 1435 wurde er Bischof von Trau, 1437 Erzbischof von Florenz, 1439 Patriarch von Aquileia und am 1. Juli 1440 Kardinal und zugleich Kämmerer (camerlengo) des Heiligen Stuhls. In der Schlacht von Anghiari stellte er 1440 seine militärischen Fähigkeiten als Befehlshaber der päpstlichen Truppen im Kampf gegen den Mailänder General Niccolò Piccinino unter Beweis. 1457 führte er eine erfolgreiche Seekampagne gegen die Türken im östlichen Mittelmeer und kehrte im März 1459 nach Rom zurück. Auf dem Kongress von Mantua wandte er sich gegen die Kreuzzugspläne Papst Pius’ II. und opponierte öffentlich gegen den venezianischen Kardinal Pietro Barbo, den späteren Papst Paul II. Er stand in Kontakt mit den bedeutendsten Humanisten und Antiquaren seiner Zeit, darunter Niccolò Niccoli, Poggio Bracciolini und Cyriacus von Ancona. Zudem trug er eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken und Altertümern darunter Münzen, Kameen, Gemmen und Bronzebüsten zusammen (s. das Inventar seiner Sammlungen in Florenz, publiziert bei Bagemihl 1993). Um 1461 beschäftigte er den Medailleur und Goldschmied Cristoforo di Geremia aus Mantua, der sich in Rom mit Altertümern befasst hatte und dem die Portraitmedaille mit offensichtlichen Rekursen auf römische Münzen (s. unten) zugeschrieben wird.Mantegnas Bildnis ist ein Meilenstein der italienischen Porträtkunst. Qualitäten der klassischen Skulptur werden in dieser Tafel auf die Malerei übertragen, sodass sich die Forderung des Dichters und Humanisten Ulisse degli Aleotti an den Künstler, der »in der Malerei [ein Bild] lebensnah und wahr herauszumodellieren und zu formen habe« wie ein Bildhauer (scolpi in pictura [l’imagine] propria viva et vera; s. Kristeller 1902, S. 488), zu erfüllen scheint. Der rote Klerikermantel oder ferraiolo gibt dem im Dreiviertelprofil gezeigten Brustbildnis Ludovicos auf ähnliche Weise Halt wie die Umhangdraperien (paludamentum) von Mantegnas gemalten Marmorbüsten römischer Kaiser oder Generäle an der Decke der Camera degli Sposi im Castello di San Giorgio des Palazzo Ducale zu Mantua. Zugleich akzentuiert Mantegna die darstellerischen Möglichkeiten der Malerei: in der stofflichen Wiedergabe des Seidenmoirés und dem unter dem weißen, halbtransparenten Chorhemd durchscheinenden Rot des Talars. Beim Vergleich des kompromisslos strengen Porträts des Kardinals Trevisan mit dem delikaten Profilbildnis des jungen Gonzaga-Prälaten oder mit dem naturalistischer anmutenden Bildnis in den Uffizien, dessen Modell meist als Carlo de’ Medici angesprochen wird (Agosti 2005, S. 320–321, 352–354, Nr. 173–177; Ausst.-Kat. Mantua 2006/07, S. 70), zeigt sich das Potenzial seiner malerischen Annäherungsmöglichkeiten an die Persönlichkeit des jeweils Dargestellten (In dem weicher ausgeleuchteten, doch noch klar beschreibenden Bildnis in den Uffizien scheint Mantegna mit dem Naturalismus der niederländischen Portraits zu wetteifern, ohne jedoch die strenge, skulptural begriffene Monumentalität seiner Kunst aufzugeben.). Der Rekurs auf ein klassisches Repertoire, der etwa an das Relief einer römischen Stele denken lässt, wie sie auf den Gütern von Jacopo Marcello in Monselice bei Padua zu finden waren, mäßigt im Fall des Trevisan-Bildnisses einerseits die herbe Erscheinung des Kardinals, den der Mantuaner Chronist Andrea Schivenoglia so beschrieb: »Ein kleiner, schwarzer, haariger Mann von äußerst hochmütigem und finsterem Aussehen« (»homo pizolo, negro, peloxo, com aìero molto superbo e schuro«; Übers. SH); andererseits dient er der Veranschaulichung eines besonderen Wesenszugs Trevisans: der virtù. Wie Kristeller bemerkte, »prägt sich in dem scharf geschnittenen Munde, den fest zusammengezogenen Augenbrauen« ein eiserner Wille aus; »hohe Intelligenz und feurige Leidenschaftlichkeit leuchten aus den klaren, scharfblickenden Augen; etwas Misstrauisches liegt in dem Blick, in der Senkung der Augenbrauen. Energie und Selbstsucht, die Grundzüge dieses Charakters, sind überzeugend in dem Gesichte zum Ausdruck gebracht.« (Kristeller 1902, S. 179–180).Bibliographie:Kristeller, 1901, pp. 170-73; Tietze-Conrat, 1955, pp. 11-12; Lightbown, 1986, pp. 81-82, 408-10; Campbell, 1990, p. 228; Christiansen, in Martineau, 1992, pp. 333-35; de Nicolò Salmazo 2004, pp. 146; Santucci 2004, pp. 98-100; Agosti 2005, p. 28; Poldi and Villa, in Lucco 2006, p. 57.Text aus "Gesichter der Renaissance" 2011, Autor: Keith Christiansen

Zwei angekettete Affen

Zwei angekettete Affen

Das ungewöhnliche Bild entstand im Jahre 1562, kurz bevor Bruegel aus Antwerpen nach Brüssel übersiedelte. Dargestellt sind zwei Affen, die an einen eisernen Ring gekettet sind und in einer gewölbten Fensteröffnung sitzen. Die schweren Ketten, das massive Mauerwerk und die niedrige Fensterwölbung verstärken den Eindruck der Gefangenschaft, aus der ein Entkommen kaum möglich erscheint. Mit großem Einfühlungsvermögen hat Bruegel das Verhalten und die Mimik der Affen charakterisiert, die in der Gefangenschaft ihr lebhaftes Wesen verloren haben. Den äußersten Kontrast zur Enge der verliesartigen Nische bildet der Blick aus dem Fenster. Man erkennt die Stadt Antwerpen mit dem Hafen und dem hoch aufragenden Turm der »Onze Lieve Vrouwekerk «. Davor leitet der breite Strom der Schelde in die Ferne, wo Wasser und Himmel ineinander übergehen. Der Kontrast zwischen der bedrückenden Enge der schattigen Maueröffnung und der lichten Weite der Landschaft mit den am Himmel dahinfliegenden Vögeln und den Schiffen, die von Reisen in ferne Länder künden, läßt die Gefangenschaft der beiden Tiere eindringlich empfinden. Die formalen Anregungen für Bruegel mögen die Stiche der Vier Affen von Israhel van Meckenem oder Dürers Madonna mit der Meerkatze geliefert haben. Von noch größerer Bedeutung müssen jedoch Studien nach der Natur gewesen sein. Bei den von Bruegel dargestellten Affen handelt es sich um die Halsband- oder Rotkopfmangabe (Cercocebus torquatus), deren Verbreitungsgebiet vom Kap Verde im Westen Afrikas bis an den Unterlauf des Kongo reicht. Bruegels meisterhafte Darstellung der beiden Affen beruht also auf exakter Naturbeobachtung. Daß es ihm dabei lediglich um eine Tierstudie ging, darf mit Recht bezweifelt werden. Fraglich ist auch, inwieweit das kleine Bild mit den Lebensumständen des Künstlers, dem bevorstehenden Umzug nach Brüssel, der Heirat und dem Verlust seiner Unabhängigkeit in Verbindung gebracht werden darf. Es ist hingegen denkbar, daß daß Bild für einen Freund gedacht war, den der Künstler in Antwerpen zurückließ. Von seiner symbolischen oder allegorischen Bedeutung her war der Affe Sinnbild für den an seine Triebe geketteten Menschen, der der Gefangene seiner animalischen Begierden ist. Offensichtlich hat Bruegel mit den angeketteten Affen gleichnishaft auf den verblendeten Menschen anspielen wollen, der, wie die zerbrochene Nuß neben den Tieren zeigt, angesichts eines Gewinnes von zweifelhaftem Wert bereit ist, seine Freiheit zu opfern. Die Gefangenschaft der Tiere ist von Bruegel als Paraphrase auf die in tierischer Versklavung lebenden Menschen gedeutet worden, die sich nicht von den christlichen Tugenden leiten lassen und deshalb einem traurigen Ende entgegensehen. Bruegel wäre nicht der Moralist, als der er sich in vielen seiner Bilder zu erkennen gibt, wenn er sich mit der Darstellung des als unabänderlich empfundenen Zustandes zufriedengegeben hätte. In diesem Bild sind die Ketten Sinnbild einer verzweifelten Situation. Erst die genaue Betrachtung zeigt, daß es einen Ausweg gibt. Sie enden nämlich in einem Knebel, der durch einen Ring gesteckt ist. Zöge man den Knebel etwas zurück und brächte ihn in eine senkrechte Position, ließe er sich durch den Ring zurückschieben und die Verbindung wäre gelöst. Da sich die beiden Affen in ihr dumpfes Schicksal ergeben haben, gelangen sie nicht zu der Erkenntnis, daß sie sich selbst befreien könnten. Sie sind außerstande, die ihnen von der Natur verliehenen Gaben sinnvoll einzusetzen und sich selbst zu retten. Ähnlich ergeht es dem Menschen, der aufgrund mangelnder Einsicht sein eigener Gefangener bleibt. Bruegels Botschaft lautet deshalb, daß erst die Besinnung des Menschen auf sich selbst ihn auf den rechten Weg zu führen vermag. Ein in Klugheit und Bescheidenheit geführtes Leben wird ihn dann in die Lage versetzen, die selbstverschuldete Gefangenschaft abzuschütteln und sich aus der seelischen Knechtschaft zu befreien. Diese ethisch-rationalistische Grundhaltung begegnet uns beispielhaft in den humanistischen Schriften des Erasmus von Rotterdam und des Dirck Volckertsz Coornhert. Sie ist Ausdruck einer Moralphilosophie, die viele der tiefgründigen Allegorien Pieter Bruegels erfüllt, den spätere Generationen allzu oberflächlich als »Bauern-Bruegel« bezeichnet haben. Rainald Grosshans | 200 Meisterwerke der europäischen Malerei – Gemäldegalerie Berlin, 2019SIGNATUR / INSCHRIFT: Bez. links unten: • BRVEGEL • MDLXII •___________________________________________________________This unusual picture dates from the year 1562, shortly before Bruegel relocated from Antwerp to Brussels. Depicted is a pair of monkeys, both chained to an iron ring and sitting in the opening of an arched window. The heavy chains, the massive masonry, and the low arch of the window strengthen an impression of confinement,from which there is apparently no possibility of escape. With great sensitivity and empathy, Bruegel has characterised the attitudes and expressions of the monkeys, which seem to have been deprived of their liveliness by their imprisonment. There is a powerful contrast between the constriction of the dungeon-like niche and the view through the window. Recognisable is the town of Antwerp with its harbour, and the tall, looming tower of the “Onze Lieve Vrouwekerk” (Church of our Lady). Before the town, the broad stream of the Scheldt River leads into the distance, where water and sky merge. The contrast between the oppressive closeness of theshadowy wall opening and the bright expense of the landscape, with its birds flying in the sky and its ships, which herald journeys to distant lands, allows the holder to empathise all the more strongly with the captive condition of these creatures.Among the stimuli Bruegel drew upon for this painting may have been an engraving entitled Four Monkeys by Israhel van Meckenem and Dürer’s Madonna with the Monkey. Of even greater significance however must have been studies after nature. The monkeys depicted by Bruegel were Collared or Red-capped Mangabeys(Cercocebus torquatus), whose area of distribution ranges from Cape Verde in West Africa to the Lower Congo. Bruegel’s masterful depiction of these animals was based on the precise observation from life. It can hardly be supposed however that he attempted here to produce a mere animal study. Questionable as well is the degree to which this little picture can be related to the artist’s life circumstances, his imminent relocation to Brussels, or his marriage and concomitant loss of independence. On the other hand, it is conceivable that this picture was intended for a friend the artist left behind in Antwerp.Concerning this image’s symbolic or allegorical significance, the monkey was an emblem of the individual who is chained to his desires, a prisoner to animalistic cravings. With the image of the chained monkeys, evidently, Bruegel sought to allude allegorically to deluded people who were prepared – as implied by the broken nutslying next to the animals – to sacrifice their freedom for a gain of dubious value. The captivity of these animals in Bruegel’s picture can be interpreted as a paraphrase of people who exist in bestial enslavement, who are not guided by Christian virtue, and can therefore look forward to a pitiful end. Bruegel would not however have been the moralist we recognise in so many of his pictures if he had been content to merely depict a situation that is conceived as irrevocable. In this painting, the chains are emblems of a desperate situation. And a precise examination of that situation reveals that there is in fact a way out. As it happens, the chains terminate in a toggle, which has been inserted into a ring. If the toggle is retracted and brought into a vertical position, it can be forced back through the ring, disengaging the connection. Having surrendered to their gloomy fate, the two monkeys never arrive at the awareness that they can liberate themselves. They are incapable of meaningfully employing the gifts with which nature has endowed them in order to rescue themselves. Much the same is true of people who, lacking sufficient insight, remain their own prisoners. Bruegel’s message, then, is that only the individual’s self-reflection is capable of leading him onto the right path. A life that is conducted with wisdom and modesty will enable him to shake off his self-imposed imprisonment, to free himself from spiritual bondage. This is the same fundamentally ethical and rationalistic ethic we encounter in exemplary form in the humanistic writings of Erasmus of Rotterdam and Dirck Volckertsz Coornhert. It is an expression of the moral philosophy that is materialised in many of profound allegories of Pieter Bruegel – who was referred to with striking superficiality by later generations as “Peasant Bruegel”. Rainald Grosshans | 200 Masterpieces of European Painting – Gemäldegalerie Berlin, 2019