Logo

Deckelpokal mit Doppelmonogramm

Ident. Nr.: 1891,46 a,b

ObjID: obj:881749

Details (Expert)

Beteiligte
Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Datierung
1716
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Potsdam
Material / Technik
farbloses Glas, Schnitt, Schliff

Objektbeschreibung

"Deckelpokal mit bekröntem Doppelmonogramm FWR und SDR. (Friedrich Wilhelm Rex und Sophie Dorothee Regina). Darunter Palm- und Lorbeerzweige. Hinten der Spruch: Gott segne dieses Haus, und laß es ferner siegen Es müsse Feind und Neid, zu seinen Füßen liegen. Auf dem Fuß ringsum: "Bey dem nach glücklicher Campagne, in Pomern angetreten, gesegneten Neuen jahre; K: Pottst: Glass-Hütte: Anno: 1716". Auf Fuß, Deckel und Unterteil der Kuppa leicht erhabene mattierte Spitzblattfriese, auf den Knäufen stark plastische mattierte Akanthusblätter. Am Lippenrand Quaderborte. Pfeifenansatz abgeschliffen. Glas hell, von sehr feinen Haarrissen durchzogen."
aus Robert Schmidt, Brandenburger Gläser, 1914, Taf. 23, Nr. 1

Der Deckelpokal ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR