Kleine Büste eines Toten
Ident. Nr.: K 1611
ObjID: obj:882862
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1732
- Material / Technik
- Feinsteinzeug, frei modelliert, salzglasiert, Holzsockel
- Abmessungen
- Höhe: 17 cm (mit Sockel)Höhe: 11,5 cm (ohne Sockel)Breite: 10 cm (max.)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/882862
Objektbeschreibung
Eintrag Inventarbuch: "Büste eines Todten-Kopfs zur Hälfte mit abgezogener Haut, im geöffneten Mund statt der Zunge eine Kröte. Imago mortis et vitae." // Die Büste wurde als Bestandteil der Kunstkammer 1875 ins Berliner Kunstgewerbemuseum überführt. Erworben worden war sie 1852 aus der Privatsammlung eines Herrn "Director Schorn".
Auf der Rückseite der Büste befindet sich eine Ritzsignatur: "CLücke 1732." // In ihrer anatomisch detaillierten und drastischen Darstellungsweise reflektiert die Büste die Vanitas- und Memento-Mori-Vorstellungen des Barockzeitalters. In feinster Modellierung werden der halb verweste Schädel, die Augenhöhle bzw. das verwesende Auge sowie der geöffnete Mund mit den faulenden Zähnen gezeigt. Statt der Zunge ist eine Kröte zu erkennen - eine Anspielung auf den Tod, den jeder Mensch "wie eine Kröte" schlucken muss. In der älteren Literatur wird eine weitere Version in Elfenbein erwähnt (Gerhard Dettmann, in: Thieme-Becker 1929, S. 446), die sich ehemals im Kunstgewerbemuseum (Schloßmuseum) Berlin befunden haben soll. Vermutlich handelt es sich jedoch um eine Verwechslung und die besprochene Steinzeugbüste ist gemeint. Vgl. dazu: Regina Deckers. The Representation of the Corpse in Baroque Sculpture, in: The Journal of Baroque Studies. International Institute for Baroque Studies. University of Malta, 2/Nr. 1 (2017), S. 77-94). // ClKa (Claudia Kanowski)
Auf der Rückseite der Büste befindet sich eine Ritzsignatur: "CLücke 1732." // In ihrer anatomisch detaillierten und drastischen Darstellungsweise reflektiert die Büste die Vanitas- und Memento-Mori-Vorstellungen des Barockzeitalters. In feinster Modellierung werden der halb verweste Schädel, die Augenhöhle bzw. das verwesende Auge sowie der geöffnete Mund mit den faulenden Zähnen gezeigt. Statt der Zunge ist eine Kröte zu erkennen - eine Anspielung auf den Tod, den jeder Mensch "wie eine Kröte" schlucken muss. In der älteren Literatur wird eine weitere Version in Elfenbein erwähnt (Gerhard Dettmann, in: Thieme-Becker 1929, S. 446), die sich ehemals im Kunstgewerbemuseum (Schloßmuseum) Berlin befunden haben soll. Vermutlich handelt es sich jedoch um eine Verwechslung und die besprochene Steinzeugbüste ist gemeint. Vgl. dazu: Regina Deckers. The Representation of the Corpse in Baroque Sculpture, in: The Journal of Baroque Studies. International Institute for Baroque Studies. University of Malta, 2/Nr. 1 (2017), S. 77-94). // ClKa (Claudia Kanowski)
Letzte Aktualisierung: 16.03.2026
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Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.de