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Hl. Dorothea zwischen zwei Schilden und mit dem Wappen des hl. Alexius

Ident. Nr.: K 7150

ObjID: obj:883239

Details (Expert)

Datierung
1515
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 38,5 x 64 cm

Objektbeschreibung

Die Zwickelscheibe ist das letzte erhaltene Werk eines ehemals umfangreichen Zyklus, von dem sich bis 1945 vier Zwickel- und zehn Rundscheiben im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums befanden. Wie die zerstörten Zwickel zeigt auch diese Scheibe in der unteren Spitze das Wappen des hl. Alexius im Maßwerk: im geteilten Schild oben vor hellem Grund zwei einander gegenüber stehende Löwen zu Seiten eines Vogels auf einer sechsblättrigen Blüte mit Stängel, unten sechs Schrägbalken. Darüber befindet sich die Halbfigur der hl. Dorothea, erkennbar an Nimbus, Blütenkranz, Blütenkorb und Blumen in der Hand und gekleidet in ein langärmeliges, mit Perlen besticktes Kleid und einen weiten Mantel,
die Mitte ein. Ein brokatenes Ehrentuch mit edelsteinernen Säumen ist hinter ihr aufgespannt, bis zum nahen Horizont erstreckt sich eine hügelige, mit Gras bewachsene Landschaft. Die seitlichen Wappenschilde sind mittels Gurten an einem Stab befestigt, der in einer dunklen Kehle der Form des oberen Rahmens folgt. Das linke Wappen zeigt einen sternbekrönten Schaft mit durchkreuztem Kreis, dessen Felder ebenfalls mit einem sechsstrahligen Stern gefüllt sind; das rechte Wappen zeigt den in zwei Zacken endenden Schaft, auch Doppelhaken oder Wolfsangel genannt,
mit sechsstrahligem Stern. Nach Schmitz 1913 ist letzteres auf die Familie Brandt zu beziehen, die häufig den sechsstrahligen Stern im Wappen führte, so dass auch das andere, nicht mit einem Namen zu verbindende Wappen auf ein Mitglied dieser bürgerlichen Familie bezogen werden kann.
CVMA 98695

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa