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Enghalskrug mit Blaumalerei und Silbermontierung

Ident. Nr.: W-1986,126

ObjID: obj:883345

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Pieter Adriaensz Kocks,
Objektkünstler*in
Herstellung: Manufaktur "De Grieksche A", Delft,
Fayencemanufaktur
Datierung
um 1705
Abmessungen
Höhe: 22,1 cm (mit Montierung)

Objektbeschreibung

"Eiförmiges Gefäß mit langem, sich erweiterndem Hals, an dem der Henkel mit einem Knick ansetzt. Blaumalerei: auf dem Leib Blumen und Vögel in ostasiatischer Art, auf der Schulter Lambrequins mit Blättern, am Hals Ranken mit gefiederten Blättern und C-Schnörkeln, am Fuß eine Wellenlinie mit Punkten, der Henkel gleichfalls ornamentiert. Im Fuß eine blaue Marke: PAK ligiert. -- Montierung des Fußes mit stehenden Blattzungen. Auf der Montierung des Henkels eine Perlenreihe. Auf dem Deckel vorne eingraviertes Ornament, als Daumenrast dient eine hockende Figur mit erhobenen Armen. Im Deckel drei Goldschmiedemarken. Meisterzeichen: ein kreuzförmiges Gebilde; Beschauzeichen (nur halb zu sehen): zwei schreitende Löwen übereinander; Jahresbuchstabe S (wohl 1712). Im Deckel und auf dem Deckelhalter ein Tremolierstrich. Das Beschauzeichen ist wohl das Provinzkontrollzeichen von (niederländisch) Friesland. Die verschlagene Meistermarke könnte eine Lilie sein. Dann bietet sich für sie die Leeuwardener Goldschmiedefamlie Lelij an, deren Meister in den Jahrzehnten vor und nach 1700 tätig waren. Sie führten allerdings, soweit noch bekannt, über der Lilie eine Krone."
Zit. nach: Tjark Hausmann: Majolika und Fayence. Vermächtnis Rolf Lahr (=Kataloge des Kunstgewerbemuseums XI), Berlin 1986, S. 94ff., Kat. Nr.86

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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