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Bedrucktes Spätbiedermeierkleid mit Streifendekor

Ident. Nr.: 2003,KR 250

ObjID: obj:885193

Details (Expert)

Datierung
um 1840/1845
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: England
Abmessungen
Länge: VL/RL 134 cm

Objektbeschreibung

Breite Streifen in unterschiedlicher Musterung bilden den ausdrucksvollen dekor dieses einteiligen, hochgeschlossenen Kleides. Weiße Streifen mit braunen Palmetten und grau schattierte Streifen, mit bunten Blümchen bedruckt, wechseln sich ab. Das Oberteil mit rückwärtigem Haken- und Ösenverschluss ist anliegend gearbeitet, das schräg zum Musterverlauf genommene Gewebe unterstreicht die körpernahe Linie. Vierfach gefältelte Revers, mit einem farblich abgestimmten Posamentenbesatz, laufen in der kurzen Schneppe zusammen und betonen zusätzlich die v-förmige Gestaltung. Auch für die langen, blusigen Ärmel wurde der Stoff schräg verarbeitet. Sie enden in Bündchen mit Haken- und Ösenverschluss. An den Schultern sitzen kurze Überärmel mit Biesen- und Posamentenbesatz, sogenannte "Jockey's. Der weite Rock ist dicht geriehen und fällt kuppelförmig herab. Das Kleid ist vollständig gefüttert. ChrW

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR