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Deckelpokal mit zwei Medaillons

Ident. Nr.: 1911,23 a,b

ObjID: obj:886827

Details (Expert)

Beteiligte
Gottfried Spiller (um 1663),
Glasschneider
Datierung
um 1715
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Potsdam
Material / Technik
farbloses Glas, Schnitt, Schliff

Objektbeschreibung

"Deckelpokal, fast ganz mit Hochschnitt dekoriert. Vorn das Monogramm F.W.R. zwischen vier Adlern. Die Trophäen zur Seite in Tiefschnitt. Hinten Adler mit Krone, ein Ovalmedaillon mit einem großen Preußischen Wappen in den Fängen, in Hochschnitt. Daneben die zwei wilden Männer als Wappenhalter auf einem Postament mit "Gott mit uns" in Tiefschnitt. Die Blattfriese auf Fuß, Kuppa und Deckel mattiert. Glas klar und hell."
aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 15, Nr. 3

Der Deckelokal ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR