Ausgießung des Heiligen Geistes auf Gläubige und Ungläubige
Ident. Nr.: 1891,168
ObjID: obj:887097
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 2. Hälfte 15. Jahrhundert
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Emailmalerei auf Kupfer, Bronzefassung, vergoldet
- Abmessungen
- Durchmesser: 9 cm (das Email selbst 7,5 cm)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/887097
Objektbeschreibung
Zuletzt dokumentiert im Berliner Schloß. Rundes Medaillon, in
vergoldetem Astwerkrahmen mit Öse. Ohne Contre-Email (Marquet de
Vasselot S. 145, Anm. 2, Maßangabe: 7,5 cm). Dargestellt ist, nach
Auslegung von Marquet de Vasselot, die Ausgießung des Heiligen Geistes
auf Christen und Heiden: Unter einem Strahlenkranz stehen links ältere
bärtige Männer mit turbanartigen Kopfbedeckungen, die Hände in
Redegesten, rechts junge Menschen, barhäuptig, die Hände betend vor der
Brust, alle in langen Gewändern. Das Medaillon wurde von Marquet de
Vasselot erstmals Fouquet zugeschrieben und eine Provenienz aus dem
Rahmen des Diptychons von Melun vorgeschlagen. 1932 war es auf der
großen Londoner Ausstellung French Art 1200-1900 zu sehen. Es stammt
laut Inventareintrag aus der Sammlung von Isaac Falcke, die der
Minenbesitzer Alfred Beit 1891 durch die Vermittlung Wilhelm von Bodes
in Teilen erworben hatte (nach Angaben von Michael Stevenson, Cape Town,
sind Bodes Angaben hierüber in seinem Katalog der Sammlung Beit von
1904 fehlerhaft). Das Stück gelangte über die Minenfirma von Wernher
Beit & Co. in das Kunstgewerbemuseum, womöglich war es eines der
Kunstwerke, die Bode gelegentlich statt Bezahlung für seine Dienste
erhielt.
aus Susanne Netzer, Maleremails aus Limoges, Der Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1999, Kat. Nr. 64*
Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschiollen.
MAKR
Letzte Aktualisierung: 18.05.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.de