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Sturzbecher mit Flammenbekrönung und Medaillon

Ident. Nr.: 1913,61

ObjID: obj:887500

Details (Expert)

Datierung
um 1715-1720
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Potsdam

Objektbeschreibung

"Sturzbecher mit Flammenbekrönung aus Rubinglas. Auf dem kegelförmigen Becher bekröntes Ovalmedaillon mit zur Sonne fliegendem Adler und "Non soli cedit". Ringsum Trophäen mit FWR. Oben aufgeschmolzen ein farbloser Kragen, darauf mehrere geschnittene Bomben. Der Kugelknauf farblos mit fünf z. T. beschädigten Flammen aus hellrotem Rubinglas. Dazu gehört eine flaschenkürbisförmige Flasche, über die der Becher als Deckel gestülpt wird. Glas hell und gesund."
aus Robert Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 29, Nr. 3

Der Sturzbecher und die zugehörige Flasche (1913,62) sind seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR