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Trauernder Krieger

Ident. Nr.: K 2959

ObjID: obj:888863

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Ludwig Krug (1488/90 bis 1532)
Datierung
um 1530
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Nürnberg
Material / Technik

Objektbeschreibung

"Das Relief zeigt einen Krieger nach antikem Vorbild, der seine Waffen abgelegt hat. Als Hinweis auf den Tod ist rechts ein Sarkophag angedeutet. Das möglicher Weise auf italienische Vorlagen beruhende Relief weist stilistische Übereinstimmungen mit bezeichneten Arbeiten von Ludwig Krug auf, der außer als Goldschnied (vgl. die vorherige Kat.Nr.) auch als Bildner, Medailleur und Kupferstecher tätig war. Daß es sich um ein Modell für den Bronzeguß handelt, vielleicht im Zusammenhang eines größeren Werkes, wird durch ein übereinstimmendes vergoldetes Bronzerelief nahegelegt, das sich als Leihgabe der Berliner Skulpturengalerie ebenfalls im Kunstgewerbemuseum befindet."
Stefan Bursche, Bildführer-Katalog Kunstgewerbemuseum, 1985. Kat. Nr. 96
MAKR

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa