Pokal auf Glockenfuß
Ident. Nr.: O-1990,43
ObjID: obj:890240
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1740
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen
- Abmessungen
- Höhe: 29,8 cmDurchmesser: 14,3 cm (Fuß)Durchmesser: 13,2 cm (Mündung)Wandungsstärke: 0,6 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/890240
Objektbeschreibung
Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas mit Manganstich, Abriss am Boden,
der Glockenfuß ist mit zwei übereinander liegenden Friesen aus
hochgeschnittenen Rundbögen verziert. Der angesetzte, massive Schaft ist
aus einem strahlenfacettierten, gekehlten Nodus und zwei gedrückten
Kugelbalustern komponiert, die jeweils wabenfacettiert sind. Die auf
einer Ringscheibe angesetzte, becherförmige Kuppa wiederholt am Ansatz
den Rundbogendekor vom Fuß, den verwärmten Mündungsrand ziert ein
geblänkter Perlfries.
In der Literatur ist kein Pendant publiziert, sowohl der Glockenfuß als
auch die Schaftform sind eher ungewöhnlich für ein Glas aus Brandenburg.
Der stilistische Vergleich einzelner Dekorelemente – insbesondere
Strahlenfacettierung, Rundbögen und Perlfries – macht aber eine
Zechliner Provenienz um 1740 wahrscheinlich (vgl. Götzmann/Kaiser,
Gläserne Welten, 2017, Kat. 72, 85; Schmidt, Brandenburgische Gläser,
1914, Abb. 47, S. 102, Taf. 34.2, 37.2+6). Das große Format sowie die
starke Wandung sprechen dafür, dass dieser Pokal ursprünglich eine
geschnittene Zutat auf der Wandung aufnehmen sollte, etwa ein Monogramm,
Wappen oder Bildnis. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026
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kgm@smb.spk-berlin.de