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Kippregel mit szenischen Darstellungen zum Gebrauch des Instruments

Ident. Nr.: K 4671

ObjID: obj:891161

Details (Expert)

Beteiligte
Christoph Trechsler d.Ä. (um 1546 - 1624),
Instrumentenbauer*in
Datierung
1618
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Dresden (Sachsen)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12 x 13,9 x 8,5 cm

Objektbeschreibung

Dieses luxuriöse Instrument besaß mehrere Funktionen. Im linken Bogenfeld der halbkreisförmigen Platte zeigt eine Gravur den Gebrauch: Ein Vermesser bestimmt die Höhe eines Turmes; auf der Skala des Halbkreises konnte er den Winkel ablesen und so die Höhe bestimmen. Das Instrument konnte aber auch als Kompass und Lineal verwendet werden. An diesem Gerät verbinden sich Schönes und Nützliches, reiches Ornament trägt der Kostbarkeit Rechnung, doch ausschlaggebend war die Präzision des Instruments.
Neben neu entwickelten Geräten zur Zeitmessung waren solche Werke Voraussetzung für die ›Vermessung der Welt‹. Sie bildeten einen festen Bestandteil vieler Kunstkammern. Mit Christoph Trechsler (um 1546–1624) begann eine Blütezeit des sächsischen Instrumentenbaus. SN

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR