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Schwarzes Abendkleid mit kurzer Schleppe

Ident. Nr.: 2003,KR 432

ObjID: obj:892868

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Callot Soeurs (1888–1953),
Designer*in
Datierung
um 1908
Geografische Bezüge
Herstellungsort: Paris
Abmessungen
Länge: VL. 150 cm
Länge: RL. 170 cm

Objektbeschreibung

Über einem Unterkleid aus schwarzem Seidensatin liegt schwarzer Organza, darüber reich bestickter Tüll, der in Kniehöhe mit Satin besetzt ist. Dies gibt dem leichten Gewebe die nötige Schwere. Die etwas erhöhte Taille hat ein eckiges Dekolleté, das von einem gerafften Samtband markiert wird. Die flimmernd effektvolle Stickerei des Tüllrocks zeigt oberhalb der Satinbesatzes zarte Paillettenlinien die in einem reichen, großflächigen Dekor aus Blattguirlanden, kombiniert mit kreisrunden Rosettenmotiven, übergehen. ChrW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa