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Hauskleid mit "Cul de Paris"

Ident. Nr.: 2003,KR 399

ObjID: obj:893542

Details (Expert)

Datierung
um 1882
Abmessungen
Länge: vorn 136 cm
Länge: hinten 164 cm

Objektbeschreibung

Das Kleid ist einteilig, in Prinzesslinie geschnitten und hat ein hochgeschlossenes, eng tailliertes Oberteil mit Stehkragen. Vorn ist es nahe an den Körper herangeführt. Sein anliegender Rücken bildet über den Gesäß einen markanten, fast waagerecht abstehenden "Puff", die sogenannte zweite Turnüre oder "Cul de Paris". Die starke horizontale Betonung des Gesäßes wird durch die Vertikale des vorn offenen und reich geschmückten Kleides ausgeglichen. Über einem angesetzten Unterkleid aus honigfarbenem Seidensatin liegt, dem Geschmack der Zeit entsprechend, ein üppiger zimtbrauner Spitzenbesatz, der von langen zu Schlaufen gelegten Satinbändern in zwei Goldtönen gerahmt wird. ChrW

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR