Bildnis Gustav Adolf von Schweden
Ident. Nr.: K 9240
ObjID: obj:894298
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Willem Jacobsz Delff (1580 - 1638)
- Datierung
- 1632
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 38,5 x 30,5 cmHöhe x Breite: 53 x 45 cm mit dem ursprünglichen Rahmen
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/894298
Objektbeschreibung
Eine der seltenen signierten und datierten Lederarbeiten. ("Servatius Cocus fecit 1632") Das Portrait wurde offenbar dem Gedenken des Schwedenkönigs gewidmet. Lorbeerkranz und -zweig verweisen ebenso auf Ruhm und Ehre des 1632 Gefallenen, wie ihn die Inschriften als "Restaurator Libertatis Germanica" preisen. Das Rahmenwerk um das Oval des Bildes ist in den typischen Ornamentformen des frühen 17. Jahrhunderts gehalten. Dem weichen Knorpelwerk sind Teile des schwedischen Wappens und Embleme für Krieg und Frieden einbezogen. Dieses Bildnis des Königs geht auf einen Kupferstich Willem Jacobsz van Delft zurück, in Leder wurde es von Servatius Kock ausgeführt, der als Kupferstecher in Leiden, später auch in Kopenhagen tätig war. Die nachträgliche sehr feine grafische Überarbeitung des gepreßten Bildes läßt die Handschrift des Stechers und Graveurs erkennen. Neben dem Berliner Bild sind weitere Exemplare in Mainz, Homburg, Stockholm, Göteborg und Gripsholm erhalten, die sich lediglich durch ihre farblichen Fassungen unterscheiden. Hier wurde das Gesicht naturalistisch mit Tempera und Öllasuren gemalt, während sich die umgebenden Partien - Gewand, Hintergrund und Rahmung - durch einen satten Goldton des gefärbten Lackes über der Silberschicht auszeichnen.
Die Vervielfältigung dieses Bildnisses aus Leder - ehemals gewiss in noch größerer Anzahl vorhanden - ist der Popularität des verehrungswürdigen Herrschers und Feldherrn zuzuschreiben. Es wäre denkbar, dass das leichte und somit gut zu transportierende "Gemälde" besonders geeignet war, um auf den weiteren Unternehmungen des protestantischen Heeres mitgeführt zu werden.
E. Mühlbächer, Europäische Lederarbeiten, Berlin 1988, Kat. Nr. 77
MAKR
Letzte Aktualisierung: 23.07.2026
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Kunstgewerbemuseum
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