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Friedrich Elias Meyer

Ident. Nr.: M 1436

ObjID: obj:896001

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Friedrich Elias Meyer (geb. 1723/24, gest. 02.10.1785),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763),
Hersteller*in
Datierung
um 1765
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Material / Technik
Porzellan, weiß, glasiert
Abmessungen
Höhe x Breite: 22 x 18,5 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: „Portraitmedaillon Porzellan, weiß. Oval. darstellend den Bildhauer Wilhelm Christian Meyer +1786. Berlin um 1780“
Anmerkung: Irrtümliche Bezeichnung im Inventar, es ist kein Portraitmedaillon Wilhelm Christian Meyers bekannt. Im KGM Archiv Foto unter falscher Inv. Nr. 1903,78, dieses Stück ist eindeutig ein anderes Exemplar (siehe Verlustverz. Nr. 26 1903,78), publiziert 1902, KGM Vorbildersammlung. Karte schon 1898 angelegt, daher Zugang des Stückes in die Sammlung vor 1898, Erwerbung Sammlung Minutoli 1869, Maße stimmen überein.
Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
(Heim 2016, Krüger Verlustverz. Nr. 90)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa