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Pokal mit Wappen Kaiser Karls VI.

Ident. Nr.: 1935,60 a,b

ObjID: obj:896458

Details (Expert)

Datierung
um 1730
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Dresden (Sachsen)
Abmessungen
Höhe: 49 cm (mit Deckel)

Objektbeschreibung

Die Form dieses Prunkpokals und die Qualität des Glasschnitts verweisen auf die sächsische Hofglashütte in Dresden, die im Jahre 1700 zu produzieren begann. Der Dekor zeigt auf einer Seite das Wappen von Kastilien und Aragon, auf der anderen den Erdball, begleitet von Sinnbildern und lateinischen Inschrift en, die sich auf den Herrschaftsanspruch des Hauses Habsburg beziehen. Ein Schrift band auf dem Deckel verweist auf Kaiser Karl VI. (reg. 1711–1740).
Das barocke Hofzeremoniell erforderte solch ausdrucksstarke Träger von Hoheitszeichen. Aus diesem Pokal wurde auf die Gesundheit des Kaisers getrunken (›Vivat-Glas‹). Er war womöglich ein Geschenk von August dem Starken von Sachsen (reg. 1694–1733) und auch ein Leistungsnachweis für das sächsische Manufakturwesen. SN

Letzte Aktualisierung: 12.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR