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Walzenkrug mit Lotosdekor

Ident. Nr.: K 1218

ObjID: obj:897903

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Manufaktur
zugeschrieben: Johann Ehrenfried Stadler (1701 (1702) - 1741),
Porzellanmaler
Datierung
um 1725
Abmessungen
Höhe: 20,8 cm
Höhe: 15,4 cm (ohne Deckel)
Breite: 15,4 cm
Dicke: 10,8 mm (Wandung)

Objektbeschreibung

Der umlaufende Dekor stellt Lotosblüten dar, darunter stark stilisierte Wellen eines Gewässers und winzige goldene Fische. Ein solcher Lotosdekor ist für Meißen selten. Die Farbigkeit ist in Grün-, Gelb- und Rottönen gehalten. Die schwarze Konturierung der Blätter und Blüten vor in weiten Teilen weiß belassenem Grund unterstreicht die Silhouettenhaftigkeit der Darstellung. Der Dekor wird gemeinhin dem Meißener Porzellanmaler Johann Ehrenfried Stadler zugeschrieben. Ein Vergleichsobjekt befindet sich im Metropolitan Museumof Art in New York.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa