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Zylindrischer Becher mit Blütenband

Ident. Nr.: W-1970,13

ObjID: obj:898612

Details (Expert)

Datierung
1809
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Dresden (Sachsen)
Abmessungen
Höhe: 10,2 cm

Objektbeschreibung

Zwölf verschiedene, sorgfältig gemalte Blüten von zarter Farbigkeit umziehen in lockerer Anordnung diesen Becher. Auf einem Rosenblatt sitzt eine große Fliege, darunter befindet sich die Signatur. Das Blütenarrangement könnte ein Akrostichon bilden, ein verstecktes Wort, das aus den Anfangsbuchstaben der Blumen einen Orts- oder Personennamen ergibt.
»Durch die Blume zu sprechen« war, popularisiert durch Bücher, Almanache und Kalender, ein Gesellschaftsspiel der Biedermeierzeit, das gegen 1840 wieder aus der Mode kam. Die Blume war eines der häufigsten Motive dieser Epoche. Die Herausforderung für den Glasmaler lag weniger in der Malerei als in der chemischen Entwicklung einer reichen Farbpalette, um die Blumen möglichst naturgetreu wiedergeben zu können. SN

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR