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Pokal mit Habsburgischem Doppeladler

Ident. Nr.: O-1982,91

ObjID: obj:899155

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Nennung: Leopold I. (Heiliges Römisches Reich, Kaiser) (1640 - 1705),
Genannt
Datierung
Ausführung: 1698-1705
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 27,9 cm
Durchmesser: 14,9 cm (Fuß)
Durchmesser: 12,6 cm (Mündung)
Wandungsstärke: 0,7 cm

Objektbeschreibung

Schwerer Pokal aus dickwandigem, stark manganstichigem Glas, kein Abriss am Boden, der breite Fuß steigt sanft an und ist innen mit einem Kranz aus Oliven in Schälfschliff sowie außen mit einem tiefgeschnittenen Fries aus Lorbeerzweigen verziert. Angesetzt zwischen zwei Trommelscheiben mit einem Kranz aus geblänkten Oliven ist ein massiver Balusterschaft. Der Baluster wie auch der Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt den Dekor aus geschälten Oliven vom Fuß. Die Schauseite der Kuppawandung ist mit einem bekrönten, doppelköpfigen Adler in feinem Tiefschnitt dekoriert, das Monogramm "L" auf der Brust, in den Fängen ein Schwert sowie ein Zepter, flankiert von Palmenzweigen. Den plan- und innen eingeschliffenen Mündungsrand ziert ein Fries aus großen, geblänkten Kugelungen. Ein ehemals zugehöriger Deckel fehlt. Das Glas ist krank. Die violette Färbung des Glases wurde von UV-Licht verursacht. Es handelt sich um ein repräsentatives Potsdamer Vivatglas auf Kaiser Leopold I. aus dem Hause Habsburg (reg. 1658–1705). Susanne Netzer hat bereits vermutet, dass es im Zuge der diplomatischen Vorbereitungen Kurfürst Friedrichs III. (1657–1713) entstand, außerhalb des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation die Königswürde zu erhalten. Leopold unterstützte dieses Ansinnen nach längeren Verhandlungen schließlich im November 1700 mit dem "Krontraktat", so dass sich Friedrich am 18. Januar 1701 zum ersten König in Preußen krönte. Der Pokal könnte ebenfalls zum Dank danach entstanden sein, sicherlich aber vor dem Tod Leopolds am 5. Mai 1705. [Verena Wasmuth]
MAKR

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Zeremonialstab, sog. Zepter Karls des Großen aus der ehem. Reichsabtei Werden

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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