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Teller mit Monatsdarstellung: Juni

Ident. Nr.: K 5011

ObjID: obj:901126

Details (Expert)

Beteiligte
Pierre Reymond (1513 - 1584)
Datierung
nach 1568
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Flacher Teller, monogrammiert am rechten Bildrand, unten mittig die Aufschrift "IVING". Schäferszene in einer Landschaft: Schafschur, im Hintergrund Häuser und eine Stadtmauer, darüber in einem Wolkenkranz ein Krebs, Sternbild des Juni.
Modellierung in Weißlavierungen, Zeichnung in enlevage-Technik, Schatten sind durch Parallel- oder Kreuzschraffuren verdichtet.
Die Vorlage lieferte ein Kupferstich aus einer Monatsfolge des Etienne Delaune, datiert auf dem Januarblatt 1568 (RD 185-196). Der Vorbesitzer, Karl Ferdinand Friedrich von Nagler erbot sich beim Verkauf, den fehlenden Juli-Teller ergänzen zu lassen. Ein solcher, mit identischer Rückseite, befindet sich in der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs in Paris (Inv.Nr.GR 11). In die Berliner Sammlung ist ein Ersatz nie gelangt.
SN

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR