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Gerippte Flötenvase mit figürlichen Chinoiserien

Ident. Nr.: M 1840

ObjID: obj:903523

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Fayencemanufaktur Gerhard Wolbeer, Berlin (1697 - 1764),
Hersteller*in
Datierung
um 1705
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Berlin
Abmessungen
Höhe: 40,5 cm

Objektbeschreibung

Gegenstück zur Flötenvase Inv. Nr. M 1841: "Achteckige Form, gerippt, über dem breiten Wulst (als Nodus) kelchförmig ausschwingend. Fußzone leicht ausgestellt. Unter der Mündung, ausgespart aus blauem Grund ein weit herabhängendes Behangwerk in Lambrequinform. Auf dem Nodus ein Behangwerk aus gefältelten Palmetten auf blauem Grund mit girlandenförmig hängenden 'Petersilienblättern'. Auf der hohen Wandung die bekannten chinesischen Figurengruppen in freier Landschaft: 1. eine aus hoher Kanne eingießende weibliche Person und Diener mit Tablett oder Schale, 2. eine am Tisch sitzende Dame mit hinter ihr stehenden Dienerin, 3. eine Schirmträgergruppe ohne Schirm, 4. Landschaft mit Lochfelsen und Büschen. Die Malerei bereichert eine feine Binnen- und Umrißzeichnung in schwärzlichem Grün. Unter dem Wulst, auf der Fußzone, chinesische Figuren in Landschaftskulisse." (Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen", Kat. Nr. 66)

Eine im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts in der Berliner Fayencemanufaktur von Gerhard Wolbeer entwickelte Spezialität waren gerippte Gefäße. Wie Christiane Keisch im Berliner Katalog von 2001 ausführt, war die die komplizierte Technik von der Delfter Fayencekunst nach Berlin übernommen worden. In Delft wurden mit dieser Form jedoch nur sehr selten figürliche Chinoiserien verbunden, da sich durch die Rippung gerade bei den Figuren bisweilen bizarre Verformungen ergeben.

Keine Marke.

Lit.: Kat. Berlin 2001, "Herrliche Künste und Manufacturen, S. 54, Kat. Nr. 66 (C. Keisch)

ClKa

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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