Kelchglas mit Bildnis Friedrich II. von Preußen
Ident. Nr.: 1908,102
ObjID: obj:910032
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
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Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1751-1770
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe: 18,2 cmDurchmesser: 8,9 cm (Fuß)Durchmesser: 8,1 cm (Mündung)Wandstärke: 0,3 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/910032
Objektbeschreibung
Pokal aus farblosem, manganstichigem Glas, Abrissnarbe am Boden,
Glockenfuß mit einem Facettenfries in Schälschliff, der Schaft aus Nodus
und gekehltem Übergang zum massiven Kugelbaluster mit fünf konzentrisch
eingestochenen Luftblasen ist wabenfacettiert, der Übergang zur
becherförmigen Kuppa gekehlt und ebenfalls wabenfacettiert. Am Eisboden
der sich konisch darüber weitenden Kuppa wiederholt sich der
Luftblasendekor vom Schaft sowie der radiale Facettendekor vom Fuß. Die
Schauseite der Kuppa zeigt eine bekrönte Rollwerkkartusche mit dem
mattgeschnittenen Profilbildnis König Friedrichs II. in Harnisch, die
Haare zum Zopf gebunden; darüber die Inschrift: Es lebe der König. Den
verwärmten Mündungsrand ziert ein fein geblänkter Perlfries.
Dieser Pokal aus der Zechliner Glashütte zeigt ein Brustbild des als
Friedrich der Große bekannten Preußenkönigs Friedrich II. (1713–1786),
jugendlich kräftig in Harnisch. Die Darstellung geht auf eine
Silbermünze von Johann Conrad Marmé (1710–1772) aus dem Jahr 1751 zurück
(vgl. Münzkabinett SMPK, Inv. Nr. 18205935). Sie diente auch einem
anderen Zechliner Glasschneider für einen Pokal mit Vergoldung als
Vorbild (Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 16, S. 24). In der
frühen Neuzeit ließ man mit derartigen Vivatgläsern seinen Landesherren
mit dem Zutrunk aus einem gläsernen Pokal hochleben und trank auf seine
Gesundheit. Sie werden daher auch als Gesundheitsgläser bezeichnet.
[Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 22.06.2026
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Kunstgewerbemuseum
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