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Doppelschwanz - Echse

Ident. Nr.: IV Ca 32011

ObjID: obj:93719

Details (Expert)

Beteiligte
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Vermittler*in
Alice Mertens (1908),
Mäzen*atin
Datierung
400 - 900
Geografische Bezüge
San José,
Provinz
Material / Technik
Gold-Kupfer-Legierung
Abmessungen
Objektmaß: 7,5 x 7,3 x 2,2 cm
Gewicht: 86,05 g

Objektbeschreibung

Die mythische, bimorphe Gestalt kombiniert die Attribute verschiedener Wesen (Leguane, Alligatoren, Krokodile, Raubkatzen, Eidechsen) und unterschiedlicher Perspektiven (Füße). Sie scheint eine angespannte, agressive Haltung einzunehmen. Ihre Hautzeichnung erinnert an die Fellstruktur einer Raubkatze und die Knorpel einer Echse. Der zweigliedrige Schwanz des Reptils kann als Vervielfältigung, Verwandlung oder Bewegung (Helms 1993) verstanden werden. Die Füße der Figur reichen aufgrund der tiefständigen Position der Öse nicht bis auf die Auflagefläche. Die unterschiedliche Zahl ihrer Zehen zitiert eine Eigentümlichkeit, die Alligatoren und Krokodilen gemeinsam ist. Ferrero (1975: 359, Ilus. III-132) bildet ein ähnliches Objekt ab, das ebenfalls vom Fundort El General stammt. Auf einem partiell reliefierten Stein, der am kostarikanischen Fundort Guayabo de Turrialba (1300-700d.C.) liegt, erscheint ein zweischwänziges Reptil, das mit einer Raubkatze assoziiert ist. Echsenförmige Darstellungen sind das häufigste Thema der polychromen Keramik, die aus der Pazifikregion des südlichen Zentralamerika stammt. Sie treten vor allem in den Gruppen Buenos Aires Policromo (1550-1000d.C.), Altiplano Policromo (1350-800d.C.), Potosí Aplicado (1350-500d.C.), Macaracas Policromo (1100-900d.C.), Conte Policromo (900-700d.C.), Galo Policromo (800-500d.C.) und Carrillo Policromo (800-500d.C.) auf. (Künne 2005)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum