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Hexe

Ident. Nr.: KdZ 8480

ObjID: obj:954363

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Niklaus Manuel Deutsch (1) (um 1484-1530),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1518
Abmessungen
Höhe x Breite: 26,9 x 13,2 cm

Objektbeschreibung

Niklaus Manuel und Urs Graf heben die eidgenössische Zeichenkunst in einen Rang, der sie mit der Donauschule, Dürer und seinem Kreis und dem Oberrhein vergleichbar macht und ihnen gegenüberstellt.
Zwar ist der Umfang von Manuels malerischem OEuvre aufgrund des Berner Bildersturms von 1528 in dunkel gehüllt, doch weist die Vielzahl der von ihm verwendeten zeichnerischen Techniken, auf Holz ausgeführte Zeichnungen, die Holzschnitte, von denen schon Jakob Burckhardt vermutete, sie seien eigenhändig geschnitten, und die Tatsache, daß fast nur vollendete Zeichnungen erhalten sind Skizzen allein auf den Rückseiten solcher darauf hin, daß das graphische Medium für Manuel ein besonderes Gewicht besaß. Der wichtigste künstlerische Einfluß auf den Berner ging von Baldung aus; die Zeichnungen beider wurden noch in jüngerer Zeit bisweilen verwechselt. Auch unser Blatt ist mit Werken Baidungs sowohl im Thema wie in der Technik eng verwandt.

Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 133, Kat. III.59 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 03.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)