Messingfaltung
Ident. Nr.: B III 185
ObjID: obj:959018
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1935/1936 (Ausführung 1978)
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: MessingfaltungÜbersetzung: Brass Fold
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Messingblech
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 42 x 23 x 55 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959018
Objektbeschreibung
Parallel zu den geometrisch inspirierten gegenständlichen Werken der späten 1920er- und der 1930er-Jahre schuf Glöckner gegenstandsfreie Arbeiten, die auf mathematischen Berechnungen basierten. In seinem mehr als 150 doppelseitige konstruktivistische Bildtafeln umfassenden „Tafelwerk“ variierte er elementare Grundformen, Flächen und Flächenteilungen: „Ich besann mich auf meine jugendlichen Erfahrungen und Leidenschaften für die Geometrie […]. Das war für mich Veranlassung, die konstruktiven, geometrischen Grundlagen meiner Malerei zu untersuchen, ihre elementaren und komplexen Zusammenhänge zu finden. Ich habe mich damals entschlossen, […] alles, was bisher geschehen war, beiseite zu werfen und mich ganz und gar auf diese Frage zu konzentrieren. Das war der Anfang für das […] ‚Tafelwerk‘“ (Hermann Glöckner, Meine Arbeit ist mein Leben, in: John Erpenbeck, Hermann Glöckner. Ein Patriarch der Moderne, Berlin [Ost] 1983, S. 56 ff.). Aus diesen gegenstandslosen Flächenteilungen entwickelte Glöckner um 1935 auch erste plastische Arbeiten, die wesentliche Aspekte seines „Tafelwerks“ ins Räumliche ausdehnen. Dabei „faltete“ er aus Messingblech spitze Winkel und Flächen nach messbaren Proportionen, die in unterschiedlichen Positionen aufgestellt werden konnten. Häufiger wandte er sich aber erst ab 1955 plastischen Versuchen zu, „mit steigender Hingabe“ (Werner Schmidt, in: Hermann Glöckner, Ausst.-Kat., Neuer Berliner Kunstverein, 1982, o. S.). Die ebenfalls später entstandene vorliegende „Flächenteilung“ geht auf eine Werkzeichnung von 1935/1936 zurück. In Messing ausgeführt wurde sie auf Veranlassung Glöckners für die Nationalgalerie (Ost). | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 06.02.2026
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