Logo

Damenbildnis

Ident. Nr.: A III 121

ObjID: obj:959041

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Adolf de Haer (1892 - 1944),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1926
Weitere Titel
Sammlungstitel: Damenbildnis
Übersetzung: Portrait of a Lady
Abmessungen
Höhe x Breite: 115 x 77 cm
Erwerbung
1927 Ankauf aus der Juryfreien Kunstausstellung Berlin durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung für die Nationalgalerie

Objektbeschreibung

Die Frau in de Haers „Damenbildnis“ lehnt sich engagiert nach vorn. Ihr Gesichtsausdruck ist ernst, ihre Augen sind auf die Betrachter:innen gerichtet. Die Farben Rot, Orange und Gelb von Kleid, Halskette und Ohrringen werden im schemenhaften Hintergrund wieder aufgenommen. Wen der Maler hier wiedergegeben hat, ist unbekannt. 1927 wurde das Porträt durch das preußische Kultusministerium angekauft und hing anschließend mindestens zwei Jahre lang in dessen Zeichensaal (SMB-ZA, I/NG 470, Bl. 466). Ob eine Beziehung zum Künstler oder zur dargestellten Person ein Grund dafür war, das Bild zu erwerben oder zu präsentieren, lässt sich nicht herausfinden. Auch Informationen über den Maler selbst sind nicht vorhanden. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Ohne Titel 1-6 (Die Apokalypse)

Ohne Titel 1-6 (Die Apokalypse)

Der gebürtige Brite Hayter war nach einem Studium der Chemie und Geologie 1926 nach Paris gegangen, um an der Académie Julian Kunst zu studieren. Er wandte sich nun vor allem der Druckgrafik zu. Bereits 1927 führte er ein privates Atelier für experimentelle Grafik, das ab 1931 als „Atelier 17“ bekannt wurde. Es war bald ein kreativer Ort der Lehre und des Gedankenaustauschs für Künstler wie Yves Tanguy, André Masson, Joan Miró, Wassily Kandinsky, Roberto Matta und Hans Arp. Anfang der 1930er-Jahre löste sich Hayter von seinen figurativen Anfängen und baute mehr und mehr abstrakte, organische Formen in seine Grafiken ein, die seine Nähe zu den Surrealisten bezeugen. Zu den frühesten Arbeiten, die diesen Wechsel dokumentieren, gehört die sechsteilige Radierserie „Apokalypse“. Die auf den ersten Blättern noch dominanten figurativen Elemente – ein Mann, dessen Herz offen in seiner Brust schlägt; eine Gruppe von Pferden oder ein brennendes Haus, das von tiefen Rissen umgeben ist – werden von amorphen Linien- und Flächengebilden überlagert, die in den letzten drei Blättern überhandnehmen und den apokalyptischen Prozess der Auflösung unterstreichen. Erst als die Veröffentlichung der Radierungen, begleitet von Versen des surrealistischen Dichters Georges Hugnet, in der Pariser Édition Jeanne Bucher 1932 bevorstand, wurde deren Reihenfolge festgelegt. Seine künstlerische Expertise nahm Hayter 1940 mit nach New York, wo er ein neues Atelier eröffnete, das bald zum Anlaufpunkt von Künstlern wie William Baziotes, Robert Motherwell, Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko und Adolph Gottlieb wurde. | Maike Steinkamp