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Italienische Landschaft II

Ident. Nr.: A III 131

ObjID: obj:959058

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Peter Ludwig Foerster (1887 - 1948),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1927
Weitere Titel
Sammlungstitel: Italienische Landschaft II
Übersetzung: Italian Landscape II
Material / Technik
Öl auf Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: 51 x 63 cm
Erwerbung
1927 Ankauf durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung aus der Großen Berliner Kunstausstellung für die Nationalgalerie

Objektbeschreibung

Bereits im Jahr seiner Entstehung vom preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung erworben und an die Nationalgalerie überwiesen gehört die „Italienische Landschaft II“ zu den wenigen erhalten gebliebenen Gemälden Foersters, dessen Ateliers während des Zweiten Weltkriegs ausgebombt wurden. Stilistisch erinnert es an den von Alexander Kanoldt geprägten Bildtopos italienischer Stadtlandschaften in der Malerei der Neuen Sachlichkeit (vgl. etwa „Olevano“, 1927; Staatliche Kunsthalle Karlsruhe). Durch die perspektivische Untersicht verweist Foerster die Betrachter:innen in die erniedrigte Position eines Außenstehenden und betont durch die große, fensterlose Mauer im Zentrum des Bildes die Idee eines Gebäudes oder einer Stadt als reine Projektionsfläche. Zugleich zeugt dieses Gemälde von Foersters Interesse an der Architektur. Seit Kindesbeinen mit Ludwig Mies van der Rohe befreundet arbeitete er wiederholt als sein Assistent – darunter 1929 in der „künstlerischen Leitung“ der deutschen Abteilung der Weltausstellung in Barcelona und von 1930 bis 1932 vermutlich auch am Dessauer Bauhaus. | Kyllikki Zacharias

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Der gebürtige Brite Hayter war nach einem Studium der Chemie und Geologie 1926 nach Paris gegangen, um an der Académie Julian Kunst zu studieren. Er wandte sich nun vor allem der Druckgrafik zu. Bereits 1927 führte er ein privates Atelier für experimentelle Grafik, das ab 1931 als „Atelier 17“ bekannt wurde. Es war bald ein kreativer Ort der Lehre und des Gedankenaustauschs für Künstler wie Yves Tanguy, André Masson, Joan Miró, Wassily Kandinsky, Roberto Matta und Hans Arp. Anfang der 1930er-Jahre löste sich Hayter von seinen figurativen Anfängen und baute mehr und mehr abstrakte, organische Formen in seine Grafiken ein, die seine Nähe zu den Surrealisten bezeugen. Zu den frühesten Arbeiten, die diesen Wechsel dokumentieren, gehört die sechsteilige Radierserie „Apokalypse“. Die auf den ersten Blättern noch dominanten figurativen Elemente – ein Mann, dessen Herz offen in seiner Brust schlägt; eine Gruppe von Pferden oder ein brennendes Haus, das von tiefen Rissen umgeben ist – werden von amorphen Linien- und Flächengebilden überlagert, die in den letzten drei Blättern überhandnehmen und den apokalyptischen Prozess der Auflösung unterstreichen. Erst als die Veröffentlichung der Radierungen, begleitet von Versen des surrealistischen Dichters Georges Hugnet, in der Pariser Édition Jeanne Bucher 1932 bevorstand, wurde deren Reihenfolge festgelegt. Seine künstlerische Expertise nahm Hayter 1940 mit nach New York, wo er ein neues Atelier eröffnete, das bald zum Anlaufpunkt von Künstlern wie William Baziotes, Robert Motherwell, Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko und Adolph Gottlieb wurde. | Maike Steinkamp