Wintersende
Ident. Nr.: A II 299
ObjID: obj:959083
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1914
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 60 x 94 cm
- Erwerbung
- 1919 Ankauf von Künstler, Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959083
Objektbeschreibung
Winterlandschaften standen im Impressionismus nicht länger für existenzielle Bedrohung wie noch bei Carl Gustaf Hellqvist (vgl. „Im Schnee“, 1884, A I 469) oder für Stillstand und Erneuerung wie bei Caspar David Friedrich (vgl. „Eichbaum im Schnee“, 1829, A II 338). Die schneebedeckte Natur lockte vielmehr mit besonderen Erscheinungen von Licht und Luft, die es mit differenziert nuanciertem Kolorit auf die Leinwand zu bannen galt. Auguste Renoir äußerte sich in einem Interview in München 1910 kritisch über die zu sehr farbreduzierten Schneelandschaften deutscher Maler: „Weiß existiert nicht in der Natur. Sie haben über dem Schnee Himmel. Ihr Himmel ist blau, dieses Blau muß im Schnee erscheinen“ (zit. nach John Rewald, Die Geschichte des Impressionismus, Köln 1965, S. 133). Heßmert war zur selben Erkenntnis gelangt, als er um 1914 mit energischen Pinselstrichen die flache Landschaft kurz vor der Schneeschmelze festhielt. Ein reines Weiß ist auf seinem Bild nicht zu finden; es ist mit Gelb- und vor allem Blautönen durchmischt und mit den braunen Flecken abgetauter Wiesenhöcker und dem dunklen Blaubraun der Bäume kontrastiert. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a