Zylinderskulptur 9/75
Ident. Nr.: NG 14/79
ObjID: obj:959199
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1975
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Zylinderskulptur 9/75Übersetzung: Cylinder Sculpture 9/75
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Stahl
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: Gesamtmaße beider Teile 107 x 106,5 x 160 cmHöhe x Breite x Tiefe: Zylinder: 105,7 x 107 x 107 cmHöhe x Breite x Tiefe: Winkel: 106,7 x 106,5 x 106,5 cmGewicht: ca. 540 kg (gesamt)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959199
Objektbeschreibung
Bereits der Titel „Zylinderskulptur 9/75“ macht Pragers Ansatz deutlich: präzise geometrische Formfindung und Systematisierung. Die 1975 entstandene Plastik aus Stahl ist wie viele seiner Kompositionen zweiteilig, bestehend aus einem aufrechtstehenden Zylinder und einer waagerecht darauf aufruhenden Platte, die, exakt im rechten Winkel abgekantet, auf dem Boden steht. In Zylinder und Platte verbinden sich Volumen und Fläche, Waagerechte und Senkrechte zu einer skulpturalen Einheit, die das Lasten und Tragen von Masse in einem spannungsvollen Verhältnis inszeniert. Die sich daraus in der Komposition ergebenden Hohlräume lassen Skulptur und Raum zum Objekt der Wahrnehmung werden, denn trotz größtmöglicher formaler Abstraktion koppelt Prager seine geometrischen Figurationen stets an den menschlichen Körper. Er lotet Größen und Verhältnisse an der Wahrnehmung der Betrachtenden im Raum aus: „Es ist diese Körpergeometrie, die Pragers autonomen Plastiken ihr menschliches Maß verleiht“ (WVZ Hartog 2022, S. 262). Grundlegend für dieses Vorgehen war sein 1971/1972 realisiertes Projekt „Körpersymmetrien“, in dem er unzählige geometrische Formen und Verhältnisse vom menschlichen Körper ableitete und diese in zahlreichen abstrakten Skulpturen umsetzte. Pragers theoretische Überlegungen zur Bildhauerei wurden 2010 unter dem Titel „Recherche“ publiziert, 1983 bis 2010 lehrte er als Professor für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. | Yvette Deseyve
Letzte Aktualisierung: 10.11.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de