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Puppenkopf "Beduine"

Ident. Nr.: B III 222

ObjID: obj:959213

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Heinrich Vogeler (1872 - 1942),
Künstler*in
Datierung
1937-1941
Weitere Titel
Sammlungstitel: Puppenkopf "Beduine"
Übersetzung: Doll Head "Bedouin"
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1942
Nachlass/Vermächtnis: Jan Vogeler, Moskau,
1942 - Ende 1952
Abmessungen
Höhe: 14,1 cm
Breite: 9,1 cm
Erwerbung
1952 Schenkung der Regierung der UdSSR an die DDR aus dem Moskauer Nachlass Heinrich Vogelers. 1953 der Nationalgalerie (Ost) übergeben

Objektbeschreibung

Als „Puppenwerkstatt“ bezeichnete Vogeler den Arbeitsplatz am Fenster seines schmalen Moskauer Zimmers, über dessen Enge er wiederholt in seinen Briefen und Notizen klagte. Neben seinen Bildern fertigte der Künstler dort auch Handpuppen an, die er zwischen 1938 und 1941 im Auftrag der Kunstverwaltung von Odessa für das Staatliche deutsche Kollektivtheater schuf. Auf Initiative der Regisseurin, Schauspielerin und Schriftstellerin Ilse Fogarasi (1885–1972) sollte ein Theater auf Wanderfahrten durch die Ukraine „als besondere Gabe der Regierung“ für die Kinder der Kolchosbauern Puppenspiele aufführen (Ilse Fogarasi, Heinrich Vogelers Schaffen für das Puppentheater, in: Heinrich Vogeler. Werke seiner letzten Jahre, Ausst.-Kat., Berlin [Ost], 1954, S. 25). Vogeler schuf zahlreiche Märchenfiguren sowie Puppen für Klassiker wie Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ (1804). Vier Köpfe solcher Figuren aus Pappmaché und Stoff befinden sich heute im Bestand der Nationalgalerie: die „Dünkelhafte Kunigunde“, „Beduine“, „Erster Schneider“ sowie „König Franz“ (B III 219–222), Protagonist von Schillers Ballade „Der Handschuh“ (1797). Letzterer Kopf ist auch auf dem Gemälde „Puppenwerkstatt“ zu sehen, das ihn auf einem Holzständer vor dem Fenster zeigt. Darüber hinaus liegen auf dem Tisch der „Kopf des Zauberlehrlings“ zu Johann Wolfgang von Goethes Ballade (1797) und jener der „Dünkelhaften Kunigunde“, beide umgeben von Vogelers Handwerkszeug: Malpinsel, Lineal, Feder und Farbtöpfen. Im Hintergrund steht das um 1933 geschaffene Gemälde „Der Flößer“ (A III 283). | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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