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Einzug der Deutsch-Englischen Legion in Hannover. Studie für das dreiteiligen Wandgemäldes im Sitzungssaal des Ständehauses in Hannover

Ident. Nr.: A III 730 (01-03)

ObjID: obj:959350

Details (Expert)

Beteiligte
Ernst Hildebrand (1833 - 1924),
Maler*in
Datierung
um 1900
Provenienz
Kauf: preußisches Kultusministerium,
vermutlich um 1900 - 1908
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: Seitentafeln: je 65 x 39,5 cm
Höhe x Breite: Mitteltafel: 64,5 x 107 cm
Erwerbung
1908 Überweisung des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-angelegenheiten an die Nationalgalerie

Objektbeschreibung

Das mit Großbritannien seit 1714 durch Personalunion verbundene Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) war zwischen 1803 und 1813 (mit kurzer preußischer Besitznahme 1806) von napoleonischen Truppen besetzt; 1807 wurde es südlich der Linie Minden-Lauenburg dem französischen Königreich Westphalen zugeteilt, während der nördliche Teil nach französischer Militärverwaltung 1810 im Kaiserreich Frankreich aufging. Die Armee des Kurfürstentums wurde 1803 in der Konvention von Artlenburg aufgelöst. 1803 wurde aus ihr die Truppe Königlich Deutsche Legion (King’s German Legion) gebildet, die zu einer Streitmacht herangewachsen insbesondere in Spanien und Portugal gegen Napoleon kämpfte. Nach der Befreiung Englands und dem Zusammenbruch des Königreichs Westphalen wurde Hannover 1814 zum Königreich erklärt. 1816 wurde die Legion aufgelöst und in die hannoversche Armee überführt.
Als wichtiges Ereignis der eigenen regionalen Geschichte und getragen durch einen durchaus anti-französisch gefärbten Nationalstolz wurde der Einzug der Deutsch-Englischen Legion in Hannover im Jahr 1816 noch um 1900 zum Thema für die bildliche Ausstattung des Sitzungssaals im Ständehaus in Hannover bestimmt. Auftraggeber war das preußische Ministerium für geistliche, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten. Der gewählt Künstler Ernst Hildebrand hatte sich mit den Wandbildern für das städtische Gymnasium in Bielfeld schon einen ausgezeichneten Ruf im Bereich öffentlicher Monumentalmalerei erworben.
Die vorbereitenden Ölstudien sandte der Minister am 24. April 1908 zur Aufbewahrung in die Nationalgalerie (vgl. SMB-ZA, I/NG 1633, Journal-Nr. 1908/956); die Entwürfe waren nach Auftragserteilung in Staatsbesitz übergegangen. Der dreiteilige Zyklus im Ständehaus in Hannover wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört. | Regina Freyberger

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Alte Nationalgalerie

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Gänsegeier

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Lautespielendes Mädchen

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Rebekka und Elieser am Brunnen

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