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Tier

Ident. Nr.: NG 15/82

ObjID: obj:959532

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Heinz Mack (1931 ),
Künstler*in
Datierung
1953
Weitere Titel
Sammlungstitel: Tier
Übersetzung: Animal
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 63 x 70 x 11,5 cm
Erwerbung
1982 Ankauf von der Galerie Reckermann, Köln, aus Mitteln des Nachlass Renée Sintenis

Objektbeschreibung

Das Objekt „Tier“ unterscheidet sich deutlich von den lichtkinetischen Objekten und experimentellen Lichtreliefs, für die Mack in erster Linie bekannt ist. Das Werk entstand im Jahr seines Abschlusses in den Fächern Malerei und Kunsterziehung an der Kunstakademie Düsseldorf. Die Arbeit aus Holz und Goldbronze gehört zu einer Reihe sehr unterschiedlicher Skulpturen aus derselben Zeit, bei denen noch keine klare künstlerische Idee erkennbar ist. Von der utopischen Grundidee und dem radikalen Neuanfang der ZERO-Bewegung ist die Arbeit noch weit entfernt. Auch eine Auseinandersetzung mit Licht, die zentral für Macks späteres Schaffen ist, findet hier nicht statt. Die Nationalgalerie (West) erwarb das Objekt 1982, und Mack fertigte nachträglich eine einfache Skizze für den Zusammenbau an (NG 15/82a). Es ist die einzige plastische Arbeit des Künstlers in der Sammlung. | Philine Pahnke

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Bogenschützen

Bogenschützen

Vier gespannte Bogen mit Pfeilen sind in dem nahezu abstrakt wirkenden Gemälde zu erkennen, auch die Körper der Bogenschützen und ihrer Pferde. Die Pfeile zielen auf ein Wildtier, das sich – offenbar schon getroffen, durchlöchert und blutend – auf dem Rücken wälzt. Wiederhold hat seine Bildidee in eine überbordende ornamentale Komposition übersetzt. Deren Farb- und Formfülle sowie das Motiv könnten ein ferner Reflex sein auf das 1909 entstandene „Bild mit Bogenschützen“ (The Museum of Modern Art, New York), das Wassily Kandinsky 1912 der Luxus- und Museumsausgabe des Almanachs „Der Blaue Reiter“ als handkolorierten Holzschnitt eingefügt hatte. In Wiederholds Gemälde verschmelzen Elemente von Futurismus, Orphismus, Art déco, russischer Folklore und Theater. Der als Ernst Walther Wiederhold geborene Künstler hatte 1924 ein Studium bei Cesar Klein in dessen Atelierklasse für dekorative Malerei und Bühnengestaltung an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin begonnen. Bereits im Juli 1925 erhielt er eine Einzelausstellung in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm. Stilistische Einflüsse für die „Bogenschützen“ dürften von im „Sturm“ vertretenen Künstlern ausgegangen sein, etwa von Robert Delaunay, Alexandra Exter, Michael Larionow oder der Werkstatt Hablik-Lindemann. Auch die theaterbezogenen Arbeiten von Léon Bakst, Fortunato Depero und Gino Severini hat Wiederhold vermutlich gekannt. Als durch den Nationalsozialismus die Verdienstmöglichkeiten für ihn entfielen, gab er sein künstlerisches Schaffen auf, ließ sich zum Buchhändler ausbilden und blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bei diesem Beruf. | Dieter Scholz