Walzwerk (I)
Ident. Nr.: A IV 540
ObjID: obj:959593
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1950
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Walzwerk (I)Übersetzung: Rolling Mill
- Provenienz
- Nachlass/Vermächtnis: Sohn des Künstlers, Berlin (West),
wahrscheinlich 1975 - 1985Kauf: Staatlicher Kunsthandel der DDR, Generaldirektion,
1985–1986 - Material / Technik
- Öl auf Sackleinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 180 x 119 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959593
Objektbeschreibung
In der jungen DDR wollte man an die Tradition politischer Wandbilder anknüpfen, wie man sie aus der Sowjetunion und Mexiko kannte. Sie sollten ein universales Bild sozialistischer Arbeiter*innen zeigen und den Menschen in den Mittelpunkt von Planungs- und Arbeitsprozessen stellen. Daran scheiterte Strempel. Von seinen drei Versuchen, die er im Kollektiv mit anderen Künstlern umsetzen wollte, ist keiner erhalten: „Trümmer weg – baut auf“ am Bahnhof Berlin-Friedrichsstraße wurde ebenso übertüncht wie der „Mansfelder Kupferschieferbergbau“ in Ballenstedt. Das Bild zur „Metallurgie Hennigsdorf“ kam nicht über das Entwurfsstadium hinaus. Die Kritik urteilte über die Entwürfe dazu einhellig: zu düster, zu statisch, entstellte Figuren, nicht realistisch genug. Im Zuge dieser Vorarbeiten entstand eine Reihe von Studien und eigenständigen Werken mit Szenen aus der Stahlindustrie, darunter auch „Walzwerk“. Obwohl sich sein „modernes Menzelsches Eisenwalzwerk“ (WVZ Saure 1992, S. 105) durch eine intensive Farbgebung und die dargestellte Bewegung deutlich von den bereits realisierten Wandbildern abhebt, konnte es die Kulturpolitik nicht überzeugen. Das Bild fiel durch, und das Ministerium für Volksbildung trat vom Kauf zurück, zu sehr war der Künstler bereits in Ungnade gefallen. 1951 verließ er Ost-Berlin. Eine späte Rehabilitation erfuhr sein Schaffen 1985, als der Staatliche Kunsthandel der DDR insgesamt 14 Werke aus dem Nachlass des Künstlers im Westteil der Stadt erwarb und der Nationalgalerie überwies, darunter auch „Walzwerk I“. Der Standort einer weiteren Version ist unbekannt. | Sven Haase
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de