Häuser bei Nacht
Ident. Nr.: B 565
ObjID: obj:959677
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1912
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Häuser bei NachtÜbersetzung: Houses by Night
- Provenienz
- Kauf: Anita Clara Amalie (Annie) Tamm, geborene Hopf, Hamburg,
393222Nachlass/Vermächtnis: Elsa Hopf, Hamburg,
393223Nachlass/Vermächtnis: Prof. Dr. Eduard Hopf,,
wohl 1943 - um 1945Galerie Rudolf Hoffmann, Hamburg,
393226Privatsammlung Hamburg,
393227Dr. Jürgen Frese, Köln-Hahnwald,
393229Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf,
1962Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1962–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 76,2 x 84,3 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959677
Objektbeschreibung
Schmidt-Rottluff hat im Gegensatz zu Ernst Ludwig Kirchner, aber auch anderen Brücke-Künstlern, kaum Stadtansichten geschaffen. Lediglich im Jahre 1912 entstanden einige solcher Bilder, möglicherweise unter dem Einfluss des Kubismus. In Oldenburg malte Schmidt-Rottluff „Häuser am Kanal“ (A IV 292), das Bild „Petriturm Hamburg“ (Privatbesitz, WVZ Grohmann 1956, S. 285) und diese „Häuser bei Nacht“, die nach Gerhard Wietek ein Motiv aus dem Geburtsort des Malers, Rottluff bei Chemnitz, zeigen (Schmidt-Rottluff. Gemälde. Landschaften aus 7 Jahrzehnten. Aquarelle aus den Jahren 1909 bis 1969, Ausst.-Kat. Altonaer Museum, Hamburg, 1974, Nr. 8). Nachtansichten zeichnen sich durch Möglichkeiten der Verrätselung aus, neben der partiellen Beleuchtung durch den Mond oder künstliche Lichtquellen steht meist tiefe Dunkelheit. Auf den Nachtbildern Schmidt-Rottluffs besitzen die Fassaden mit ihren Fenstern häufig einen magischen Ausdruck, Gesichtern gleich. Das Gemälde „Häuser bei Nacht“ entspricht, seitenverkehrt, der Lithografie „Häuser I“ von 1910 (WVZ Schapire 1924, 66), Bild und Grafik könnten auf eine gemeinsame Vorstudie zurückgehen. Bei beiden Werken hat offensichtlich das schmale, hohe Haus mit den vier Fenstern und dem keilförmigen Bretterzaun davor das Interesse des Künstlers geweckt. Es spricht wohl für die Wertschätzung des Bildes oder seiner ersten Besitzerin, Anni Tamm aus Hamburg, dass Schmidt-Rottluff den nach seinen Angaben gefertigten Rahmen eigenhändig mit einem mäanderartigen Band beschnitzte und dieses dann farbig absetzte. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de