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Stillleben mit Lampe

Ident. Nr.: A III 256

ObjID: obj:959900

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Strecker (1898 - 1950),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1946
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stillleben mit Lampe
Übersetzung: Still Life with Lamp
Geografische Bezüge
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
1948
Kauf: Magistrat von Groß-Berlin,
1948–1951
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 27,5 x 55 cm
Erwerbung
1948 Ankauf vom Künstler, Berlin, für die Galerie des 20. Jahrhunderts. 1951 Schenkung des Magistrats von Groß-Berlin (Ost)

Objektbeschreibung

Im Vordergrund stehen eine Lampe mit blau gemustertem Fuß und hellem Schirm, eine weiße Teekanne und eine Tasse mit Untertasse auf einem Couchtisch. Ein Sitzmöbel ragt von links in das Querformat hinein. Die übrige Darstellung lässt ein Interieur erahnen, doch sind die farbigen Flächen und Pinselstriche nicht zu dechiffrieren. Der Maler verzichtet auf eine strukturierte Raumtiefe und fügt breite Pinselstriche zu Farbflächen zusammen. Das Auge springt zwischen realistischer Darstellung und Farbmuster hin und her. Überdies behandelt Strecker die Leinwand hier nicht als unsichtbare Trägerin verschiedener Farbschichten, sondern macht sie zu einer Protagonistin. Sie bleibt an zahlreichen Stellen unbemalt, präsentiert ihre Struktur und ist mitbestimmend für den Farbklang des Bildes. Strecker hatte seinen Lebensmittelpunkt 1924 nach Paris verlegt und war 1944 über mehrere Stationen nach Berlin zurückgekehrt. Zunächst waren Malutensilien Mangelware, doch 1946, das zeigt „Stillleben mit Lampe“ deutlich, verfügte er als Dozent an der Hochschule für Bildende Künste, die im Westsektor der Stadt lag, wieder über Leinwand. In der unmittelbaren Nachkriegszeit tauchen die gemusterte Lampe und die bauchige Kanne in seinen Interieurs und Stillleben wiederholt auf (WVZ Braun 242, 253). Gestalterisch knüpfte er damals an Fragestellungen aus seinen Pariser Jahren an, in denen er sich intensiv mit Malern wie Pierre Bonnard oder Édouard Vuillard beschäftigt hatte. | Laura Rosengarten

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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