Daphne
Ident. Nr.: NG 48/81
ObjID: obj:959976
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1917
- Provenienz
- im Besitz der Künstlerin,
1965Nachlass/Vermächtnis: Magdalena Goldmann, Berlin,
1965–1981 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 35,5 x 6,1 x 7 cm (inkl. Sockel)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959976
Objektbeschreibung
In ihrem bildhauerischen Schaffen wandte sich Sintenis vereinzelt auch mythologischen Themen zu. So entstand 1917 die Figur der Daphne, welche die Künstlerin als anmutige, schlanke Gestalt modellierte. Die Arme flehend in die Luft gereckt, Kopf und Blick gesenkt, stellte Sintenis die Nymphe im Moment der Metamorphose dar. Der griechischen Mythologie zufolge verwandelte sich Daphne auf der Flucht vor dem liebestollen Apoll in ihrer Verzweiflung in einen Lorbeerbaum (Ovid, Metamorphosen I, 452–552). Und in der Tat scheinen Hände, Arme und Haare der von Sintenis entworfenen Frauengestalt bereits in Ast- und Blattwerk, die eng geschlossenen Beine in einen Stamm überzugehen. Die gesamte Figur baut sich in einem rhythmisch fließenden, hoch aufstrebenden Kontur auf, welcher der durchlebten inneren Spannung der Nymphe und dem damit verbundenen Prozess der „Naturwerdung“ Rechnung trägt. Eine vergrößerte, vergoldete Version der „Daphne“ schuf Sintenis 1930 im Auftrag des Lübecker Museumsdirektors Carl Georg Heise, der die Skulptur im Garten vor dem Erweiterungsbau des Behnhauses aufstellen ließ, wo sie bis heute ihren Platz hat. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 20.05.2026
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