Selbstbildnis
Ident. Nr.: A II 2
ObjID: obj:960067
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- vor 1907
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 95 x 75 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960067
Objektbeschreibung
Nach Studien bei dem Porträtisten Léon Hornecker in Straßburg und Nikolaus Gysis in München ließ sich der elsässische Maler Schneider 1899 endgültig in Straßburg nieder. Das eigenwillige, dunkeltonige Selbstbildnis, das den Einfluss der Münchner Schule verrät, dürfte dort entstanden sein. Es zeigt den über Dreißigjährigen sitzend, mit selbstbewusst in die Seite gestützter Hand, in der Kleidung eines Reisenden: mit braunem Mantel, Hut und Stock. Das vermutlich erstmals auf der Kölner „Deutschen Kunstausstellung“ 1907 präsentierte Bildnis rezensierte der Kunstkritiker W. Gischler für die Zeitschrift „Die Rheinlande“: „Moderne Malerei ist es gewiß nicht, wie überhaupt im Elsaß, seitdem es Reichsland wurde, der Anschluß links verloren und rechts noch nicht gewonnen ist. Weit entfernt von dem energischen Strich etwa bei Liebermann, der zeichnerischen Strenge bei Thoma oder der Edelsteinmosaikkunst Trübners, hält es gleichwohl in einem Stand, und dies eine ist beim Bildnis das unbedingt Erforderliche: daß es einen Menschen in seinem Wesen unverstellt und schlicht vor Augen bringt. Das ist hier mit soviel Selbstverständlichkeit geschehen, daß ich wohl meine, es könnte solch ein Bild von unserer Art erzählen, wie wir zu sitzen, zu sprechen und zu blicken pflegen“ (W. Gischler, [Glossen], in: Die Rheinlande, 14. Jg. [1907], H. 9, S. 73). 1911 wurde das Porträt aus der „Großen Berliner Kunstausstellung“ für die Nationalgalerie erworben. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Alte Nationalgalerie
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