Damenbildnis in Renaissancekostüm
Ident. Nr.: A I 1070
ObjID: obj:960262
Stiftung von Hermann Hoffbauer und Frau
Kontakt
Einrichtung:
Alte Nationalgalerie
E-Mail:
n/a
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1874
- Provenienz
- Hermann Hoffbauer und Ehefrau, Klara Hoffbauer, geb. Becker, Potsdam,
26.7.1909 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 71 x 52,5 cm
- Erwerbung
- 1909 Vermächtnis von Hermann Hoffbauer und seiner Frau, Potsdam
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960262
Objektbeschreibung
Mit dem Tod des Porträtisten Franz Xaver Winterhalter im Jahr 1873 begann Heinrich von Angelis große Karriere als Porträtmaler der europäischen Aristokratie. Das »Damenbildnis in Renaissancekostüm« ist eine Spielart seiner repräsentativen Bildnisse, sicherlich beeinflußt von Hans Makart, der sich etwa um dieselbe Zeit verstärkt der Bildnismalerei zuwandte und den Angeli 1871 in Venedig getroffen hatte. Trotz des erhaltenen eigenhändigen Verzeichnisses der von Angeli zwischen 1864 und 1875 gemalten Bildnisse (vgl. E. Newzella, Nicht so ernst Majestät, Graz 1990, S. 179–185), ist die in historisierender festlicher Robe dargestellte Frau nicht zu identifizieren. Rollenporträts dieser Art, also Bildnisse des Porträtierten in der Rolle historischer oder literarischer Figuren oder einfach im Gewand vergangener Zeiten, waren seit dem 17. Jahrhundert verbreitet und erlebten gerade im 19. Jahrhundert – auch im Bereich der Fotografie – neuen Aufschwung. Wie die zahlreichen Kostümfeste der Zeit sind sie von den eskapistischen Sehnsüchten der großbürgerlichen und aristokratischen Gesellschaft getragen. | Regina Freyberger
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Alte Nationalgalerie
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