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Waldweg

Ident. Nr.: A II 789

ObjID: obj:960299

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Paul Hans Ohmert (1890 - 1960),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: vor 1933
Weitere Titel
Sammlungstitel: Waldweg
Übersetzung: Forest Path
Provenienz
im Besitz des Künstlers,
20.2.1933
Material / Technik
Öl auf Leinwand
Abmessungen
Höhe x Breite: 47 x 66 cm
Erwerbung
1933 Ankauf vom Künstler mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung

Objektbeschreibung

Neben Motiven aus den Niederlanden werden in den wenigen kurzen Abhandlungen zu Ohmert auch dessen Wasser- und Waldlandschaften, die vornehmlich in der Mark Brandenburg entstanden, gewürdigt. In Motivwahl, Ausschnitt und Malweise trat zu den Lehrern Hans Looschen, Karl Hagemeister und Max Liebermann ein weiterer gewichtiger Einfluss hinzu: Lovis Corinth und dessen Bilder vom Walchensee und Umgebung (vgl. Corinths „Walchensee mit Lärche“, NG 16/60). Corinth hatte Ohmert 1923 porträtiert (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover); es bestand also spätestens zu dieser Zeit eine Bekanntschaft, die auch zu einem künstlerischen Austausch geführt haben dürfte. Dass die künstlerischen Vorbilder mitunter zu dominant wirkten und der Herausbildung eines eigenen Stils zumindest in der Malerei Ohmerts nicht förderlich waren, beobachtete bereits die zeitgenössische Kritik: „Er ist sehr lebhaft, sehr geschickt […] in seinen kleinen märkischen Ausschnitten […], nur daß er weniger seine Eigennatur aufklingen läßt, als seine Gabe des Anempfindens. Und daß er eigenes bringen kann, sagen uns etliche von seinen Radierungen“ (Adolph Donath, [Kunstausstellungen. Berlin], in: Der Kunstwanderer, 3./4. Jg. [1921/1922], 2. Oktoberheft, S. 86 f.). | Katharina Wippermann

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

Badende

Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger